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Über

Ich bin, wie ich bin. Ich hab nen verdammt schlechten Orientierungssinn, lauf beim Zaehneputzen durchs Haus und fall dabei Treppen rauf, statt runter. Ich stolper ueber meine eigenen Fuesse und lauf generell gegen alle Schilder und Strassenlampen. Ich steh total auf Boxen, geb im Schlaf komische Geraeusche von mir und mach den Kuehlschrank 10mal am Tag auf, ohne etwas rauszuholen. Ich esse aus Langeweile und zieh an Tueren auf denen dick und fett und in Leuchtschrift DRUECKEN steht. Wenn ich im Keller das Licht ausschalte, renn ich um mein Leben,, mir fallen oft Woerter einfach nicht ein, die ich dann durch Dingens ersetze und weiss nach ein paar Sekunden nicht mehr, was ich gerade gesagt hab. Ich lache ohne Grund und muss mein Handy anrufen ums zu finden. Ich stell meine 2 Wecker 20 Minuten frueher, damit ich noch liegen bleiben kann, bei der Werbung schalt ich um und vergess wieder zurueckzuschalten und lach ueber meine eigenen Witze, bevor ich sie den andren erzaehlt hab. Ich brauch keine Uhr, ich hab n Handy. Ich vertausch oft Woerter im Satz und frag immer "was", obwohl ichs genau verstanden hab und geb dann erst ne Antwort. Wenn ich etwas erklaere, raffts keiner. Ich bin nicht die huebscheste und nicht perfekt. Aber Hey, ich bin gluecklich

Alter: 32
 

Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
hatten wir noch einen Kaiser

Wenn ich mal groß bin...:
Komme ich auch an die Suessigkeiten auf den Schrank

Ich wünsche mir...:
Frieden

Ich glaube...:
an das was ich sehe

Ich liebe...:
meine Traeume und Menschen die immer fuer mich da sind

Ich grüße...:
Alle die es hier her geschafft haben



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Blog

Meine Gedanken für dich

Sorry wenn ich dich damit überrolle, aber mir ist gerade danach dir dies hier zu geben. Ich weiß, ich hätte dir das auch als Brief geben können, aber ich traue mich nicht. Also bitte nimm dir die Zeit. Zeit um zu verstehen warum ich momentan so deprimiert bin, mich so alleine fühle...


Anders als Liebe und Freundschaft, aber nichts dazwischen. Eine Art Anziehung, die sich nicht mit sexueller Anziehung oder freundschaftlicher Sympathie erklären lässt.
Du tauchst auf wenn es mir schlecht geht und bleibst auch wenn es mir gut geht.

Die Seele- der Sitz von Empfinden, Ahnung und intuitiven Wissen. Die unzerstörbare Anziehung zweier Seelen, die sich zueinander gehörig fühlen, egal was andere darüber denken.
Gefühle- Gefühle von Vertrautheit, Zugehörigkeit und Solidarität in dieser besonderen Beziehung. Sich in der Nähe des Anderen auf selbstverständlicherweise sicher, verstanden und wohl fühlen. Freundschaft braucht Zeit, muss sich entwickeln. Bei dir anders, dieses Gefühl was sofort da. Die erste Begegnung war mystisch, so als hätte Irgendetwas die Hand auf meine Schulter gelegt und mit dem Finger in deine Richtung gezeigt und gesagt: Siehst du, da ist sie!
Ein komisches Gefühl, was nicht einzuordnen ist. Es ist als könnte ich deine Gedanken lesen und du meine. Der erste Blickkontakt tief in deine Augen, fast peinlich tief, löste in mir ein starkes Gefühl aus. Liebe und Ergriffenheit.
Das Gefühl:
Ich atme ein, du aus
Ich denke an dich, du meldest dich
Ich will fragen wie es dir geht, aber frage nicht weil ich es fühle
Ich fühle was du fühlst
Weine, wenn ich das Gefühl hab du würdest gerne weinen

Ewig weiter könnte ich so schreiben, aber ich lasse es. Selbst wenn ich dich nicht sehe fühle ich mich mit dir verbunden. Mit deiner Art, wie du dich meldest merke ich was los ist, es bedarf keiner Worte.
Am liebsten würde ich dich umarmen, meine Hände schützend über dich halten. Aber auch dies weißt du bestimmt schon.

Glaubst du an Schicksal?
Das Schicksal bringt Seelenverwandte zusammen, mit der Aufgabe sich gegenseitig zu schützen. Unerklärlich die Frage warum ich, warum du, aber irgendwie glücklich das es so ist.
Es fällt mir schwer an sowas zu glauben, bilden die meisten Menschen doch nur noch Kontakte, die schnell geknüpft und genauso schnell wieder gelöst werden. Es ist anders bei dir.
Es verlangt Zeit für Gefühle, Vertrauen auf die innere Stimme und die Bereitschaft nicht alles hoffnungslos rationell klären zu wollen. Sollte es wirklich so sein dass es Seelenverwandtschaft ist, dann bin ich froh dass es dich getroffen hat. Ich wusste nicht das mir solch ein Gefühl vor dir gefehlt hat, aber jetzt fühle ich mich vollständiger, lebendiger.
Schon immer habe ich mich gefragt was es heißt eine Seelenverwandte zu haben. Jetzt weiß ich es:

Seelenverwandtschaft ist eine sehr seltene Angelegenheit. Dieses besondere Band erleben nicht viele Menschen, trotzdem sind wir alle auf der Suche, ob wir es wissen oder nicht. Ich selbst wusste nicht dass es solch etwas starkes geben kann, dann kamst du.

Wir wussten was die Andere denkt, was sie sagen möchte, wie sie fühlte. Ein unglaubliches Band und es wurde stärker und stärker. Erst dachte ich dass es Liebe sei, aber das kann nicht sein, sowas fühlte sich doch anders an? Obwohl meine Gefühle für dich dem schon sehr nahe kamen. Ich kann es einfach nicht beschreiben. Es ist so als kenne ich dich schon ein Leben lang. Ich will dass du immer da bist , ich sehne mich nach dir. Ich hab das Gefühl wenn du nicht da bist fehlt etwas. Ich könnte weinen und lachen, fühle mich schlecht und gut zugleich. Und ab und zu habe ich das Gefühl dir geht es gleich. Sollte ich mich da irren, sag es mir, weiß mich darauf hin.
Ich kann dir vertrauen, ich lächel wenn ich losgehe, weil ich weiß dass wir uns gleich sehen. Ich fange plötzlich an zu rennen, vor Freude. Ich springe in die Luft. Grinse. Und nur weil ich auf den Weg zu dir bin. Und wenn ich dich dann sehe lacht mein Herz.

Wenn ich dich sehe, deinen traurigen Blick zerreißt es mich, ich werde auch traurig, will dir alles abnehmen, höre auf zu reden. Ich setze mich einfach neben dich und will einfach nur da sein für dich. Ich merke wenn du innerlich weinst, mir kannst du da nichts vormachen.
Ich verstehe dich. Zumindest geht es mir so. Und genauso durcheinander wie diese Zeilen bin ich im Kopf, weil ich mich frage ob es dir auch so geht.


Lange, wirklich sehr lange wollte ich dir diese Zeilen geben. Ich dachte Ja es ist richtig. Doch so feige wie ich bin trage ich sie nur mit mir herum.
Angekommen an einem Punkt wo ich nicht mehr weiß was nun ist, werden diese Zeilen gefüllt. Ich kann nicht einfach zu dir gehen und sagen:
Ich brauche dich. Ich liebe dich.
Nicht nachdem ich dir angedeutet habe was du mir bedeutest. Mir war klar dass du nicht so empfindest wie ich, dass will ich auch nicht von dir verlangen. Das darf ich nicht. Dennoch wünschte ich mir das alles so viel einfacher wäre.

Ich weiß das du mehr als nur was Besonderes bist, du bist ein echter Schatz, ein Engel. Aber sooft wie ich dir das schon schreibe weißt du das sicherlich schon. Ich habe sogar Angst dass ich dich damit belästige. Ach ich mache mir viel zu viele Gedanken darüber. Ich versuche mein Herz zu ignorieren und alles mit Verstand und Vernunft zu sehen.
Ich will dich nicht verlieren.

Ja ich habe Angst dich zu verlieren, jeden Tag auf’s Neue. Das klingt krank, oder? Irgendwie ist es ruhig geworden bei uns. Dies tat mir gut, am Anfang, es half mir zu akzeptieren dass du für mich eine Seelenverwandte und Freundin bist. Mehr nicht.
Wir sehen uns kaum noch. Erst hattest du keine Zeit, dann ich. Irgendwann kam in mir das Gefühl auf, dass du mich nicht mehr so magst, aber es liegt wohl an mir, so komisch wie ich doch bin. Bis jetzt lag es doch immer an mir. Und schon wieder sitze ich hier und weine, scheiß Vergangenheit. Ich war immer daran Schuld. Sobald ich merke dass wir auseinander triften kommen die Erinnerungen und die Erkenntnis dass ich der Grund bin. Ich frage mich was du gerade machst und denke sofort das du alles machst, nur nicht an mich denken. Ich traue mich nicht einmal dir zu schreiben, hab Angst das ich dich damit belästige. Und wenn du dich dann auch nicht meldest fühle ich mich in meiner Annahme bestätigt.


Und wieder schreibe ich weiter, wieder einmal habe ich mich nicht getraut, dich diese Zeilen lesen zu lassen. Du sagtest alles sei OK, du hättest einfach viele Termine. Ich vertraue dir und akzeptiere dies. Schließlich ist es dein Leben und du setzt darin die Prioritäten.
Momentan machst du mich traurig. Du schreibst du meldest dich, machst es aber nicht. Vergessen, zu wenig Zeit, was dazwischen gekommen. Mein Verstand sagt das ist OK, aber mein Herz schmerzt dabei. Was habe ich getan? Was habe ich falsch gemacht? Was liegt dir an unserer Freundschaft? Fragen die mich belasten. Und nur ein kurzes Sorry von dir. Du machst das nicht mit Absicht, das ist mir klar. Vermutlich weißt du auch nicht was es mit mir macht. Wie denn auch wenn ich nichts sage.

Wie du merkst bin ich echt komisch, kompliziert. Andere Freunde wären schon längst weg, du aber bist noch da und schenkst mir immer wieder dein bezauberndes Lächeln. Balsam für meine Seele.


Hab ich schon erwähnt dass ich Angst habe? Bestimmt schon. Es wird immer ruhiger bei uns. Und da ist es wieder dieses Gefühl nur eine Bekannte von dir zu sein. Genau dieses Gefühl lässt mich gerade nicht los.
Und dann treffen wir uns, gehen abends raus, Pizza essen. Genau dann lacht mein Herz, es fühlt sich so wohl und verstanden bei dir. Wenn ich dich dann sehe sind tausend Probleme einfach weg. Ich schweige, höre dir zu, solch eine wunderbare, fesselnde Stimme. Genau dich hätte ich damals gebraucht. Damals als mich dieses Mädchen verprügelte weil ich aus dem Osten kam. Oder da wo sie mich nochmals verprügelte und mein Fahrrad kaputt machte. Als mir meine Eltern nicht glaubten und mich ignorierten. Wie gerne hätte ich dich damals schon gekannt. Einfach wissen dass du da bist.
Oder als der beste Freund meines Vaters mich vergewaltigte. Ich hätte mich gerne in deine Arme gelegt, geweint und mich ein Stück sicherer gefühlt. Ich versuchte damals Halt bei meinem Cousin zu finden, aber auch er machte es immer wieder. Was ich brauchte waren Hände die mich halten, stattdessen hatte ich Eltern die mir nicht glaubten.

Ich will doch nur ankommen, wissen dass da Jemand ist dem ich mein Herz öffnen kann. Ja ich habe einen wundervollen Mann und ich liebe ihn. Aber meinem Herzen fehlt etwas. Etwas was es bei dir gefunden hat.
Doch Seelenverwandt?
Ich habe Angst alles falsch zu machen. Ich will schreien und weinen, doch ich würde nur wieder ungläubige Blicke auf mich richten. Ich will stark bleiben. Vermutlich ist dies auch der Grund warum ich dir diese Zeilen noch nicht gegeben habe. Du wirst es wohl lesen und denken: Oh Gott die ist krank, von der wende ich mich lieber ab.


Ein langer Kampf mit mir nähert sich dem Ende. Ich habe es kapiert dass du eine besondere Freundin bist. Ich werde das genießen und mein Herz schmerzt auch nicht mehr so sehr wenn wir mal ein paar Tage nichts voneinander hören. Ich genieße jede Minute die wir uns sehen und nach wie vor lässt du meine Probleme weniger schlimm erscheinen. Ich genieße das Privileg dich zu kennen. Dich zu umarmen, rein freundschaftlich.

Verlange und erwarte bitte von mir nicht, dass ich auf dich zugehe und dich einfach mal so umarme. Ich würde gerne, aber in mir ist immer noch diese Angst die Freundschaft damit kaputt zu machen. Wie früher zu oft passiert. Ich würde gerne, aber ich traue mich nicht. Zu groß die Angst. Bestimmt unberechtigt, aber so ist es. Ich hoffe du kannst dies verstehen. Wenn wir nebeneinander gehen und ich auf Abstand bleibe dann ist es nicht weil ich dich nicht mag, ich traue mich einfach nicht. Scheiß Vergangenheit.

Ich habe immer noch diesen Traum in mir. Sich gegenseitig umarmen, mal einfach die Hand der Freundin halten um zu zeigen dass man da ist. Ein Dankekuss auf die Wange. Zusammen auf dem Sofa eine DVD schauen. Sich gegenseitig kitzeln, necken, rumtoben. Shoppen und dabei gemeinsam in einer Kabine umziehen, um dabei gleich die Meinung der Freundin zu hören. Zusammen lachen und weinen. Alles offen und ehrlich.

Bisher war dies immer zu viel verlangt und die Freunde stellten sich gegen mich. Habe ich zu hohe Ansprüche?
Nun bin ich mutig genug dir diese Zeilen zukommen zu lassen. Mit der Hoffnung dich nicht zu verlieren. Denn du nimmst einen ganz besonderen Teil in mir ein. Mein Herz.

Süße, ich liebe dich

und Danke dass es dich gibt
27.2.14 17:59


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Hi, mein Name ist Sarah und ich freue mich dass sie genau mein Buch gerade in der Hand halten und lesen. Aber denken Sie nicht dass es reiner Zufall wäre. Wir haben es so geplant, alles ist geplant, selbst der Tod. Seien Sie vorsichtig wem sie von diesem Buch erzählen, denn sie sind überall. Wenn Sie gerade in der Buchhandlung stehen schauen sie doch mal unauffällig zu der Person neben sich… Schnell wieder her gucken, haben Sie es gesehen? Diese Person hat zurück geschaut, ich meine ist das Zufall? Also ich würde nicht die Leute um mich herum beobachten wenn ich doch ein Buch anlese. Ich sage es Ihnen, sie sind da, Sie werden beobachtet, also schnell raus hier… Gut, geschafft aber wägen Sie sich nicht in Sicherheit, auch hier sind sie. Von wem ich die ganze Zeit rede? Na von Menschen wie ich es bin. Ich war damals auch einer von denen, Agent G war mein Name. Ich habe für die Regierung gearbeitet. Eine kleine geheime Gruppe von Superagenten. Ich weiß das klingt alles verwirrend, aber uns gibt es wirklich. Ich arbeitete für das Projekt X, eine Organisation gegen Verbrecher, potentielle Terroristen und Staatsgegnern. Viel mehr kann ich jetzt noch nicht verraten. Erst müssen Sie wirklich in Sicherheit sein, am besten zu Hause. Aber achten Sie darauf dass ihnen niemand folgt. Bis später.
10.10.13 14:56


Warum so ruhig?

Hey ihr Lieben.

Ihr habt es schon bemerkt, es ist ruhiger geworden hier auf meiner Seite.

Leider habe ich privat momentan viel um die Ohren.
Gutes und Schlechtes.

Weil es mich sehr beschäftigt und ich mir selbst viele Fragen beantworten muss, komme ich nur sporadisch dazu mein Buch weiter zuschreiben.

Also der nächste Teil kommt bestimmt, dauert nur leider noch ein wenig, aber eure Geduld wird sich bald bezahlt machen.

Sooooo dann muss ich mal wieder,

lg Diane
6.5.13 12:19


Teil 6

World2 rief nach mir, also legte ich zu Hause den Umschlag beiseite und loggte mich ein. „ Du bist zu spät, NumbaOne. Viel zu spät.“ Ich sah mysteriousgirl, sie starrte zu mir, stand von der Bank auf und kam zu mir. „ Was? Es sind doch nur 5 Minuten. Ich konnte nicht eher weg auf Arbeit.“, ich versuchte mich daraus zu retten. „ Lass uns, bevor es dunkel wird. Ich möchte mit dir noch im Hellen ankommen und schwimmen.“ Auf den Weg zum Schwimmbad schauten wir uns immer wieder an, wir erzählten nichts, wir schauten uns nur an. Ihr Lächeln verzauberte mich immer wieder aufs Neue. Es tat gut sie neben mir zu haben, dennoch wünschte ich mir endlich ihr Gesicht zu sehen. Am Bad angekommen gingen wir kurz getrennte Wege. Umziehen war angesagt, ich stand nackig in der Kabine und schaute in den Spiegel, atmete kurz durch und zog mir meinen Bikini an. Mein Handtuch unter meinen Arm geklemmt und die Badeschlappen an, die Tasche in einem Fach verstaut ging ich zu den Duschen. Mysteriousgirl war schon da, sie stand mit den Rücken zu mir, ich hatte sie erst gar nicht erkannt, mir fiel nur der schöne Rücken der duschenden Frau auf, erst als sie sich umdrehte und ich die Maske sah wusste ich das sie es war. Sie lächelte mich an, stellte das Wasser ab und ging raus. Was für ein Körper, ich mag das wenn der Körper nicht zu schlank ist, man aber ohne Probleme ein Bikini tragen konnte. Ich schaute ihr hinterher, musterte sie von Oben bis Unten und schaffte es dann endlich doch zu duschen. Das kalte Wasser war genau richtig, es brachte mich wieder runter, es war angenehm auf meinen aufgeheizten Körper. Dann ging auch ich Richtung Schwimmbecken. Es war erstaunlich leer, trotz der Wärme waren nur 4 andere Personen da. Ich schaute mich um, suchte mysteriousgirl und fand sie einsam ihre Bahnen ziehend im Sportlerbecken. Sie bemerkte mich nicht, schwamm einfach ihre Bahn. Also stieg ich auch ins Wasser und schwamm ihr hinterher. Auf der Gegenbahn bemerkte sie mich, selbst jetzt trug sie die Maske. Warum sie das tat wusste ich nicht, aber ich wusste dass sie diese auch ablegen konnte, wenn sie denn wollte. Nach Zehn Minuten machte sie Pause, hielt sich am Rand fest und schaute mir zu. Ich schwamm noch ein wenig weiter, es tat gut, brachte mich auf andere Gedanken. Irgendwann merkte ich eine Hand an meinen Fuß, ich erschrak, hielt kurz inne und drehte mich dann um. Mysteriousgirl war es: „ Hey NumbaOne, Lust auf ein Wettschwimmen? Ich sehe dass du gut bist, lass uns mal schauen wer schneller ist, danach können wir ja ein wenig in den Jacuzzi.“ Ich nickte ihr zu: „ Gerne, aber was bekommt der Gewinner? Ich meine wenn es ein Gewinner geben sollte… Ich weiß ja nicht wie gut du bist.“ Wir schwammen beide zum Beckenrand, schauten uns an und sie zählte bis 3. Dann ging es los. Sie schummelte, schwamm schon auf 2 los, aber ich folgte ihr. Als ich merkte dass ich deutlich schneller war machte ich etwas Langsamer neben ihr. „ Wie lange machen wir? 5 Bahnen?“ „ Ich sage 8 Bahnen, OK?“ Gut, 8 Bahnen, das war kein Problem für mich. Nach 4 Bahnen zog sie das Tempo an, sie kam gut voran, ich blieb hinter ihr. Konnte mir ein Blick auf sie nicht verkneifen und kam dadurch außer Takt. Auf der letzten Bahn brach sie dann ein und ich schwamm ohne Mühe an ihr vorbei. Mit Zwei Längen Vorsprung gewann ich, drehte mich um und sah ihr zu wie sie dann auch endlich am Ziel war. Sie grinste mich ein wenig erschöpft an und beglückwünschte mich.
Als ich aus den Becken stieg merkte ich meine Beine, wie Blei hingen sie an mir runter, das war doch ein wenig zu schnell was ich da gemacht habe. Aber im Jacuzzi sollte ich mich schnell erholen.
Ich legte mein Kopf in den Nacken, schaute an die Decke und fragte sie: „ Und? Was bekomme ich jetzt? Ich meine ich habe unser kleines Rennen gewonnen?“ mysteriousgirl kam neben mich, nahm meine Hand: „ Lass dich überraschen. Ich habe mir da schon was überlegt.“ Ihr Blick war atemberaubend, so süß, das war der Wahnsinn. Am liebsten hätte ich sie geküsst, aber ich zügelte mich, war es doch schon eine große Geste von ihr meine Hand zu halten. Ich schloss meine Augen, entspannte ein wenig. Ich weiß nicht wie lange ich da saß, aber mysteriousgirl weckte mich wieder, zog an meiner Hand die sie die ganze Zeit festhielt. Wir gingen zusammen in das Spaßbecken, tollten ein wenig herum.
Sie drückte mich unter Wasser, setzte sich auf meine Schulter und wartete darauf dass ich sie von da Oben wieder ins Wasser warf. Alles um uns herum geriet in Vergessenheit, als wären nur wir Zwei da gewesen. Jede Berührung von ihr schickte einen Blitz quer durch meinen Körper, es erregte mich ein wenig, ich war froh dass ich im Wasser war, sie hätte sonst gesehen wie nass ich nach der Toberei war. Der Bademeister kam zu uns, machte uns aufmerksam, das Schwimmbad zu verlassen da sie schließen wollten. Ein abruptes Ende unserer Zweisamkeit. Wir gingen aus dem Wasser raus, dabei rutschte ihr Bikinioberteil etwas hoch. Ein erster Blick auf ihre nackte Haut unter dem Kleidungsstück.
Sie bemerkte meinen Blick und zog sich schnell wieder richtig an: „ Du Luder.“ Es war leise gesprochen, nur für mich bestimmt, aber trotzdem klang es in meinen Ohren wie laute Musik. Ein Grinsen meinerseits und wir gingen zusammen zu den Kabinen. Ich schnappte mir mein Handtuch und das Duschgel und verschwand Richtung Dusche. Ich wollte mich beeilen, sie sollte mich nicht nackt sehen, ich wusste nicht wieso aber ich wollte lieber alleine duschen. Zu sehr wusste ich über meine Gefühle zu ihr Bescheid, ich wäre über sie hergefallen wenn ich sie da auch nackig gesehen hätte. Traurig aber wahr, sie machte mich unheimlich an.
Unter der Dusche zog ich mich aus, seifte mich ein und stellte mich unter den warmen Wasserstrahl. Ein wohltuender Moment, ich genoss es. Durch das laute Prasseln des Wassers bekam ich nicht mit wie mysteriousgirl zu mir kam. Ich erschrak als ich ihre Hand auf meinen Rücken spürte. Sie stand hinter mir, mysteriousgirl suchte förmlich den Kontakt zu mir, wieder eine sehr prickelnde Situation für mich.
„ Weißt du, ich dachte mir als Belohnung wasche ich deinen Rücken. Er gefällt mir, so schön schlank und prägend.“ Mit diesen Satz war es um mich geschehen, da stand wirklich mysteriousgirl hinter mir und wollte mir den Rücken waschen. Etwas was ich nie erwartet hatte und es brachte mich völlig aus den Konzept. Kein Wort brachte ich heraus. „ Wenn du verloren hättest dann hätte ich gewollt das du meinen Rücken massierst, hier unter der Dusche… das hätte ich ganz toll gefunden.“ Mysteriousgirl strich mit beiden Händen über meine Schultern, sanft, fast schon verführerisch. Meine Brustwarzen stellten sich auf, mein Kopf wurde heiß und am liebsten hätte ich mich umgedreht, aber ich konnte mich nicht bewegen. „ Gibst du mir mal bitte das Duschgel?“, mit diesen Worten fasste sie unter meinen linken Arm nach vorne, deutete auf das Duschgel. Dabei schob sie ihren Körper nah an meinen heran, so das ich an meinen Ohr ihren Atem hören konnte. Und das da? Diese Berührung an meinen Rücken? Mir wurde schwindelig, sie schien auch nackt zu sein, ich dachte ich spürte an meinen Rücken ihre Brüste. „ Hübsch… du gefällst mir.“ Wieder Worte aus ihren Mund als sie sich über meine Schulter lehnte und meinen Busen musterte. Noch immer konnte ich nicht ein Wort sagen. Ihre zarten Hände glitten über meinen Rücken nach unten zu meinem Becken. Ihre Finger berührten meinen Bauch, mein Herz raste. „ Ich wusste gar nicht das mein Bauch auch zu meinen Rücken gehört.“ Meine ersten Worte zu ihr und dann so plump. Sie gab mir einen Kuss auf die Schulter: „ Wenn es nach mir ginge gehört alles an dir zu deinen Rücken.“ Ich hob meinen Kopf etwas an und drehte mich um. Da stand sie, nackt. Und zu meiner Überraschung hatte sie die Maske abgelegt. Wieder schossen Gefühlsblitze durch meinen Körper. Ich traute mich nicht sie zu berühren, war völlig in ihren Bann gezogen. Ihre braunen Augen waren so unglaublich, in ihnen loderte ein Feuer. Eine Flamme die pure Leidenschaft ausstrahlte. Sie nahm meine Hände und führte diese zu ihrer Hüfte. Mysteriousgirl kam mir immer näher und schließlich berührten sich unsere Lippen, sanft, zärtlich und warm. Ein schüchterner Kuss, eine Berührung die Liebe versprühte. Ich genoss es.
Unsere Lippen lösten sich, nur um einen Blickkontakt zu bilden, sie wusste das ich sie will und ich wusste das sie mich will. Noch bevor sich unsere Lippen wieder trafen kam der Bademeister und unterbrach uns. „ Würden sich die Damen mal beeilen? Wir wollen schließen, 5 Minuten dann müssen sie raus sein.“ Ich nickte verlegen und schnappte mir mein Handtuch. Mysteriousgirl tat es mir gleich, schon verschwanden wir in den Umkleidekabinen. „Hey NumbaOne, das müssen wir mal fortsetzen. Muss jetzt aber los, man sieht sich.“ Durch die Kabinenwand hindurch hörte ich ihre Worte, raus konnte ich gerade nicht, stand ich doch in mein Handtuch eingewickelt da. Ich antwortete auch nicht, war nur begeistert von dem eben erlebten Moment.

Mein Wecker klingelte, mal wieder war es Zeit auf Arbeit zu fahren. Mit dem neuen Bike machte es richtig Spaß, mit nur wenigen Tritten war man schnell auf 30 km/h. Ein Rausch der Geschwindigkeit den ich genoss.
Ich nahm mein Fahrrad mit ins Büro, stellte es an eine Wand und sagte den Anderen freundlich Hallo. Statt einer Antwort bekam ich mal wieder eine verbale Ohrfeige. Lena kam auf mich zu: „ Hey Dana, was bist du für eine Schlampe? Machste jetzt auch schon mit der Chefin rum? Du bist widerlich.“ Nach den letzten Worten spuckte sie in meine Tasse. Ich hatte keine Ahnung wovon sie sprach, schaute Max an doch der drehte sich weg. „ Was habt ihr eigentlich gegen mich? Seid ihr neidisch?“ Wieder war es Lena die das Wort ergriff. Ihr Finger wies auf mich: „ Sei mal ganz ruhig du Miststück.“ Da war es das Wort, das Wort was mich damals zum Austicken brachte, mein Horror-Wort. Mein Herz raste, Wut stieg in mir auf und ich stellte mich hin. Mit geballter Faust ging ich auf Lena zu. „ Was hast du gerade gesagt? Ich hoffe für dich dass ich mich verhört habe.“ „Nein du hast richtig gehört, ich sagte Miststück. Und das meinte ich auch so. Fickst mit der Chefin ohne Rücksicht zu nehmen.“ Was? Was habe ich da gerade gehört? Sie denkt ich hätte was mit Diane? Wie kommt sie darauf? Wie versteinert blieb ich stehen, schaute ins Nichts. „ Warum denkst du das ich was mit ihr haben sollte? Wo hast du den Blödsinn denn her?“ „ Ich habe euch gestern gesehen. Im Fahrradladen, wie ihr da ein Fahrrad angesehen habt und du sie dann in eine Ecke gedrückt hast und sie geküsst hast. Und dann seid ihr raus ins Gebüsch gegangen, habt voll rumgemacht. Dass du kein Respekt vor den Menschen hast, das ist echt das Letzte. Das ist deine Chefin, wie kannst du nur? Mit wem machst du als nächstes rum? Komm mir bloß nicht zu nahe, du Miststück.“ Ein Krampf in meiner linken Hand, durch eine zu fest geballte Faust. Ehe ich mich versah schnellte sie Richtung Lena. Ich schloss die Augen, wollte das nicht. Doch meine Faust konnte ich nicht mehr zurück ziehen. Eine sanfte Hand bremste mich aus, fing den Schlag ab. Langsam öffnete ich meine Augen wieder und sah Diane. Ihre Hand umschloss meine Faust. Ihr Blick war böse, enttäuscht, noch nie hatte ich diesen Gesichtsausdruck bei ihr gesehen. „ Ihr Beide, ab in mein Büro!“
Noch bevor mir bewusst wurde was gerade geschehen war, saß ich bei Frau Parker im Büro, Lena neben mir.
„ Ich bin enttäuscht von euch. Was habt ihr euch dabei gedacht?“ Ich traute mich nicht ihr in die Augen zu sehen, mein Blick war Richtung Boden gerichtet. Lena stand auf: „ Was ich mir dabei gedacht habe? Diese Schlampe ist unmöglich. Die fickt sich doch nur durch die Gegend. Und dann macht sie sich auch noch an sie ran. Die hat keinen Respekt. Das ist…“, Diane unterbrach sie: „ Schluss jetzt Frau Richter, das reicht. Ich suspendiere sie mit sofortiger Wirkung. Morgen um 10 Uhr kommen sie in mein Büro, dann holen sie sich ihre Kündigung ab.“ Entsetzt sank Lena nieder, schüttelte den Kopf und fing an zu weinen. „ Chef ist das denn wirklich nötig? Ich meine…“, aber auch mich unterbrach sie. „ Ich habe eben alles mitbekommen. Ich lasse es mir nicht bieten, dass so über mich oder meine Mitarbeiter geredet wird. Wenn sie Probleme haben klären sie diese gemeinsam, aber ohne irgendetwas hinzuzudichten. Ehrliche Menschen machen sowas nicht und diese, die dies machen dulde ich hier nicht.
Sie sprechen von Respekt Frau Richter, haben sie sich schon mal Reden gehört? Wissen sie was sie da sagen? Sie sollten sich schämen, einfach Dinge zu erfinden die es so nie gab.
Was erhoffen sie sich dadurch? Ich werd das nicht Dulden. Das geht nicht. Und außerdem ist es meine Sache was ich privat mache, das geht sie nichts an. Und jetzt gehen sie. Morgen um 10 Uhr. Raus.“ Diese Ansprache hat gesessen. Lena schaute mich fies an und ging dann. Ich fühlte mich elendig, richtig schlecht, hatte ich doch die Hand gegen sie erhoben.
„ Dana… was mache ich mit dir? Ich verstehe dich, aber du musst dich zügeln. Solch eine hübsche und starke Frau hat es nicht nötig sich zu prügeln. Kläre das verbal, spiel so deine Stärke aus. Lass dich nicht so provozieren. Das macht mir Angst… Ich werde dir auch eine Abmahnung geben, das kann ich nicht durchlassen. Eigentlich wäre das ein Kündigungsgrund… Sei froh das ich dich so mag, das du mein offenes Ohr die letzten Tage warst… Nicht einmal darf sowas noch passieren…“ Sie stand auf, ging zum Fenster, schaute raus. Kündigung? Nein ich will hier nicht weg, ich will nicht weg von dir. „ Diane… du darfst sie nicht kündigen, Bitte, sie wusste doch nicht was sie damit auslöst, sie kennt mich doch nicht. Bitte belasse es bei uns Beiden bei einer Abmahnung.“ Sie drehte sich zu mir. „ Hör zu, so fein wie du es dir vorstellst ist Lena nicht… Sie hat sich schon zu viel geleistet, schon damals bevor du hier her kamst. Das reicht mir jetzt, ich lasse mir durch ihr nicht meine Firma ruinieren… Sie ist doch nur hier weil… Dana, ich denke du solltest jetzt wieder arbeiten.“ „Weil? Was ist mit Lena?“ Mit kritischem Blick näherte ich mich ihr. Sie wich meinem Blick aus. „ Ist schon OK, ich kann dir das nicht sagen, das geht dich nichts an. Geh jetzt bitte.“ Ihr ernster Blick wandelte in Traurigkeit. Wie gern hätte ich gewusst was da los war. Aber ich respektierte sie und ihre Meinung.
15.4.13 15:38


Du sagst, du liebst...

Du sagst, du liebst die Sonne-
doch wenn sie scheint,
gehst du ins Haus.

Du sagst, du liebst den Wind-
doch wenn er weht,
schließt du die Fenster.

Du sagst, du liebst den Regen-
doch wenn es regnet,
spannst du den Schirm auf.

Verstehst du jetzt,
warum ich Angst bekomme,
wenn du sagst
"Ich liebe Dich"?


(Lakota-Indianer)
6.4.13 21:03


Ein Gedicht für Caterina

Eben noch warst du da,
saßest in meinen Wohnzimmer, lächelst mich an,
bezaubernd.
Berührungen von dir die mich glücklich machen,
Worte von dir die mein Herzen berührten.
Jetzt sitz ich hier alleine, da wo du eben noch gesessen hast,
ich rieche dich, sehe dich, spüre dich.
Ich esse da wo wir zuvor zusammen gegessen haben,
von deinen Teller, trinke aus deiner Tasse.
Auch hier dein Geruch, die Erinnerung an dich.
Ich schlafe da wo du noch vor kurzem lagst, rieche dich wieder,
es scheint als wäre die Decke noch warm von dir.
Mit geschlossenen Augen denke ich an dich,
du lächelst mich an, gibst mir ein Kuss.
Aber wenn ich die Augen öffne sehe ich Nichts,
Nichts was mich glücklich macht,
Nichts was mir den Schmerz nimmt,
Nichts was ich will, Nichts was ich brauch.
Seit du nicht mehr da bist warte ich jeden Tag
auf meinen letzten Tag.
Den Tag an dem ich wieder zu dir komme,
dich in meine Arme schließen kann,
dir sagen kann dass ich dich Liebe.
4.4.13 18:35


Gedicht von mir

In meinen Armen sind Menschen gestorben

In meinen Armen entstand neues Leben

Mit meinen Armen halte ich euch zusammen

Mit meinen Füßen bringe ich euch in Schwung

Auf meinen Bauch trampelt ihr herum

Ihr bildet tiefe Krater auf meiner Haut

Ihr kämpft um mich

Ihr bekriegt euch um jeden Zentimeter meiner Haut

Ihr ernährt euch von mir

Ohne mich gäbe es euch nicht

Ihr macht mich nackig

Ihr respektiert mich nicht

Ihr misshandelt mich

Ihr geht mit mir um als wäre Alles selbstverständlich

Ihr schätzt mich nicht

Trotzdem bleibe ich eure Mutter

Mutter Erde
27.3.13 11:43


Der Sinn

Fragt man einen Soldaten im Krieg für wen oder was er kämpft, sagt dieser: Für mein Land, für den Frieden!

Fragt man den Soldaten ob er wüsste warum und wie es zum Krieg kam, sagt dieser: Ich befolge nur den Befehlen.

Fragt man den Befehlshaber wofür er hier kämpfe, sagt dieser: Für mein Land, für den Frieden!

Fragt man ihn ob er wüsste was der Auslöser für solch einen Krieg ist, sagt dieser: Ich befolge nur Befehle.

Fragst du den Präsidenten warum es diesen Krieg gibt, antwortet dieser: Zum wohle der Menschen, für sein Land!

Fragst du ihn ob er wüsste was passiert sei, dass es zu diesen Krieg kam, antwortet er: ...

Nichts...

Es ist schade dass sich Menschen bekämpfen ohne zu wissen warum das so ist...
Es ist schade wenn aus einen kleinen Streit zwischen Freunden ein grausamer Krieg entsteht...
26.3.13 14:57


Kommentare

So, mal ein Wort zu euren Kommentaren...
Wenn ihr nichts vernünftiges zu sagen habt, LASST ES. Kontraproduktive Kommentare werden gelöscht!

Ich freue mich über jeden Kommi. Egal ob es negative oder positive Kritik ist. Aber bitte lasst es auch dabei.

Ach ja und an Alle die meinen mich zu kennen.... Die die mich wirklich Kennen, ja, das ist so... nur 2 Personen davon lesen das, bzw. wissen davon.

Und die Personen die hier lesen, wissen dass MEIN ZWEITES ICH eine Geschichte ist. Frei erfunden, reine Phantasie.

Also ich freu mich auf eure Kommentare.

lg.
Diane
9.3.13 08:33


27.2.13 13:40


Teil 1

Wer ich bin?
Ich heiße Dana Hardy, bin 27 Jahre alt und bin ein Nichts,
naja, das dachte ich bis vor kurzem.

Jetzt bin ich ein Jemand, erfolgreich,
glücklich. ?

Wie es dazu kam? Ich erzähle es euch…

Es klingelte mein Wecker, mit kleinen Augen und einen steifen Nacken quälte ich mich morgens aus dem Bett. Ab ins Bad, Toilettengang, Zähne putzen, duschen, anziehen… eben das übliche wie immer.
Nach einer morgendlichen warmen Schokolade und den verzweifelten Versuch mir was zu essen startete ich den Tag.
Ein Auto konnte ich mir nicht leisten, und naja mein Fahrrad brachte mich auch eher schlecht als recht auf Arbeit.
So wirklich Spaß machte mir meine Arbeit nicht, was ist denn auch schon aufregend daran jeden Tag 8 Stunden auf den Bildschirm zu sehen, Tabellen kalkulieren und den Chef in den Allerwertesten kriechen. Was man eben so tat um die schlecht bezahlte Arbeit zu behalten.
Wirtschaftskrise nennen es die Politiker. Aber die denken ehe das sie alles mit uns machen können. Wir, das kleine, steuerzahlende Fußvolk.
Aber nun zurück zu mir.
Mein Boss war eine Frau, Diane Parker ist ihr Name, streng, elegant und bewachend. Ein echter Chef eben. Meine erste Aufgabe am Morgen bestand darin ihr einen Kaffee zu kochen. Vom Bäcker Brötchen holen und in ihrem Büro Ordnung machen. Tag ein Tag aus. Jeden morgen ab 8 Uhr das gleiche. Um 9 Uhr dann kam sie auch und beschwerte sich meistens über das viel zu krosse Brötchen, wenigstens Guten Morgen kam über ihre Lippen. Und seit 2 Wochen schmeckte ihr auch mein Kaffee.
Sie war eine groß gebaute und schlanke Frau. Sie war nicht vergeben, ab und zu telefonierte sie mit einer Freundin oder wurde von ihr abgeholt. Diese Freundin grüßte mich immer wenn ich noch im Büro war, unterhielt sich mit mir wenn Frau Parker noch was zu tun hatte. Ich sollte es ja nicht verraten aber ich mache es einfach, sie ist 34 Jahre alt, achtet sehr auf ihr Äußeres und ist dem Kunden gegenüber immer nett und zuvorkommend. Oft wünschte ich mir ich sei ein Kunde aber nein, das Schicksal meinte es nicht gut mit mir. Von meinen Kollegen bekam ich auch nur Spott. Eine Arschkriecherin sollte ich sein. Fehlte nur noch das ich mich Hochschlafe, sagten sie oft. Ein Kameradenschwein sollte ich sein. Aber wenn sie was brauchten dann war ich wieder die Beste. Und was habe ich gemacht? Ich habe es ertragen. Mich nicht gewehrt.
Ich war wie ein Computer. Ich lebte nicht, ich funktionierte!
Was gemacht werden musste machte ich, egal ob ich wollte oder nicht.
Überstunden? Ich meldete mich freiwillig, auch am Wochenende. Natürlich unbezahlt und nicht gewürdigt.
Unser Büro war schlicht und kalt eingerichtet. Weiße Wände, nur 2 Blumen im Fensterbrett versprühten so was wie… nein eigentlich passten sie ins Büro, sie waren verwelkt, Unkraut.
Der Raum war groß, ungefähr Sechs mal Zehn Meter. Wie in einem Klassenzimmer waren unsere Tische angeordnet, fünf Stück. Ich saß ganz hinten, konnte auf die Monitore vor mir schauen. Hinter meinen Tisch kam das Extrabüro unserer Chefin. Mit Klimaanlage und Stressless-Sessel ausgestattet. Ein paar Blumen im Raum verteilt belebten das Büro ungemein. Ihr Tisch immer sorgfältig aufgeräumt und geordnet. Kein Wunder, machte ich dies ja jeden Morgen sauber. Der Ausblick aus ihrem Büro war atemberaubend. So manch einen Abend habe ich hier gesessen, ganz alleine während meiner Überstunden und habe schöne Sonnenuntergänge gesehen. Das weite Feld, am Horizont der Wald, manchmal habe ich auch Rehe gesehen. Ganz anders als aus unserem Büro. Wir schauten auf eine graue Betonwand unseres Nachbargebäudes. So nah an unsere Fenster gebaut das auch bei bestem Wetter keine Sonne zu uns durchdrang. Jeden Tag das Kunstlicht.
Dann ist mein Fahrrad kaputt gegangen und ich hatte nicht einen Cent für ein Neues. Ich musste den Schritt ins Chefbüro wagen. Ich war aufgeregt, wusste eigentlich schon dass ich mit leeren Händen zurück gehen würde. Aber ich versuchte es. An diesen Tag machte ich wieder Überstunden.
Frau Parker kam oft zu mir und gab mir Tabellen mit der Bitte diese schon Gestern überarbeitet zu haben. Ich sprach sie kurz vor der Mittagspause an, sagte ihr dass ich sie dringend sprechen müsste, sie vertröstete mich auf den Feierabend hin: „Jetzt nicht, Frau Hardy, ich habe zu tun, das sehen sie doch, oder? Kommen sie heute nach Schluss zu mir!“ Meine Kollegen rollten schon wieder mit den Augen und verspotteten mich. „Na, willste wieder was besseres sein als wir?“ Irgendwas war anders als sonst mit Chef, das merkte ich. Sie trank ihren Kaffee nicht, das Brötchen lag auch unberührt da. Dann kam der Moment, Feierabend, meine vier Kollegen gingen nach Hause. Punkt 16 Uhr werden alle Stifte fallen gelassen und um eine Minute nach Vier ist keiner mehr da. Ich drehte mich um und schaute zur Tür von Frau Parkers Büro. Stand auf, ging auf die Tür zu und wollte klopfen, da vernahm ich ein Schluchzen, es kam aus ihrem Büro. Ich klopfte an. „Moment bitte“, erklang eine nervöse Stimme. Mein Herz klopfte, „Ja, bitte, herein“.
Ich öffnete die Tür und sah sie an, sie saß auf ihren Sessel vor dem Tisch, schaute aus dem Fenster. Ihr Profil verriet mir das irgendwas nicht stimmte, mit all meinem Mut sprach ich sie an: „Ist alles in Ordnung? Ich vernahm ein Schluchzen und dachte das irgendwas nicht OK sei.“ Sie drehte sich mit dem Stuhl um, von mir weg, stand auf und ging zum Fenster. Aus ihrer Hand fiel ein Taschentuch, sichtlich benutzt. Sie stützte ihre Hände auf die Fensterbank und schaute raus: „Ja… Ist es nicht ein schöner Ausblick? Die Natur, so unberührt, so schön.“ Was wollte sie damit bewirken? Lenkte sie ab? Aber sie sagte doch Ja, also muss alles in Ordnung sein. Aber das Taschentuch? Ich ging zu ihr und hob das Tuch auf, stellte mich neben sie, schaute auch aus dem Fenster. Dann gab ich ihr das Taschentuch wieder und sagte: „ Ja… das ist es, ich liebe diesen Ausblick, manchmal, wenn ich länger mache stelle ich mich hier hin und schaue den Sonnenuntergang an.“ Sie nahm das Taschentuch wieder in die Hand und knüllte es zusammen: „ Sonnenuntergang? So lange machen sie? Haben sie denn kein Privatleben? Keinen Menschen der auf sie wartet? Gehen sie nach Hause, genießen sie das Wetter, keine Angst die Arbeit wartet auch bis morgen auf sie.“ Sie sah mich nach wie vor nicht an. Ihre Hand drückte das Taschentuch fester zu. Ich legte meine Hand auf ihre Schulter, war mir aber nicht sicher ob es richtig war. „Ich… habe niemand der auf mich wartet, ich habe nur die Arbeit… Manchmal ist es gut mal mit jemanden zu reden, einfach so… ohne Zwänge… machen sie es, sonst enden sie so wie ich.“, ich drehte mich um und ging. Mein neues Fahrrad muss warten.
Ich hatte noch nicht einmal Geld für die Busfahrt und so lief ich die Sieben Kilometer nach Hause. Viel Zeit um nachzudenken. Der Weg führte mich an einem Zeitungsladen vorbei, kurz hielt ich an und las die ausgehangene Zeitung. Karneval, überall dieser Mist über besoffene, scheinbar erwachsene Leute. Dann entdeckte ich einen Artikel, ganz klein, in der unteren linken Ecke. Zwischen all den bunten Bildern:

Junge Frau stirbt bei einem Verkehrsunfall.
Die 29 jährige befuhr gestern Vormittag eine Landstraße
als aus der Gegenrichtung ein Auto mit überhöhter
Geschwindigkeit kam. Bei den Frontalzusammenstoß
starb die junge Fahrerin. Der Fahrer des anderen Autos
überlebte schwerverletzt. Unfallursache unklar.
Zeugen bitte bei der Polizei melden.

Dann ging ich weiter, musste an das Unfallopfer denken, aber nur kurz. Dann schwirrte mir wieder das Gespräch mit meiner Chefin durch den Kopf. Warum ist sie so traurig gewesen? Was ist los, was ist passiert? So kenne ich sie nicht, sonst ist sie immer so kühl, professionell, keine Chance nur eine private Info über sie zu entlocken…War es richtig von mir, ihr meine Hand auf die Schulter zulegen? Sie ist mein Chef, da macht man sowas nicht! War es richtig ihr zu gestehen dass ich Niemanden hatte? Habe ich mich als Niemand geoutet? Was denkt sie jetzt über mich?... Das Fahrrad kann ich jetzt wohl komplett vergessen… Das heißt dass ich morgen noch früher aufstehen muss.
Dann wurde ich aus den Gedanken gerissen. 2 Frauen mit Nordic-Walking-Stöcken kamen an mir vorbei: „Hast du das gehört von der Frau? Ist das nicht schrecklich? Da soll sich doch der Typ von der Brücke stürzen wenn er nicht mehr leben will, aber doch nicht Unschuldige in den Tod reißen und selbst überleben!“ „Unfassbar!“ Mehr bekam ich von deren Unterhaltung nicht mit. Dann versank ich wieder in meiner Gedankenwelt und ehe ich mich versah war ich zu Hause. Ich zog meine Schuhe aus, schaltete mein Computer ein und recherchierte über den Unfall. Tatsächlich wollte der sich umbringen, sogar mit Abschiedsbrief…So ein Schwein, das der überlebt? Wahnsinn, was es doch für bescheuerte und kranke Leute gibt…Ob Chef sie kannte?...
Am nächsten Morgen wachte ich wieder völlig unausgeschlafen und verspannt auf. Habe von dem Unfall geträumt. Um viertel vor Sieben ging ich dann aus dem Haus. Auf zur Arbeit.
Pünktlich um 8 Uhr war ich auf Arbeit, der Vorteil daran dass ich lief war dass ich das Brötchen für die Chefin schon kaufen konnte. Vor dem Bürokomplex stand das Auto von Frau Parker. Sonst war der Parkplatz noch frei. Huch? Ist Chef schon da? dachte ich und ging die Treppen hoch. Auf halben Weg kam Max mir entgegen: „ Guten Morgen Dana, Vorsicht heute hat die Chefin schlechte Laune.“ Dann war er auch schon wieder weg.
Max war einer meiner Kollegen, der einzige der auch mal mit mir redete, ich meine so richtig vernünftig redete. Er stichelte nicht auf mir rum, er findet es schade dass ich so einsam bin und nicht akzeptiert werde. Max ist echt ganz O.K. aber eben auch nur ein Mann der auf der Suche nach sexuellen Abenteuern, ich meine er baggert alles an was ihm über den Weg läuft, eben ein richtiger Gigolo. In mir sieht er nicht eine Frau sondern ein Kumpel. Wir reden ab und zu mal in der Pause über Frauen und ihre Eigenheiten. Waren die anderen Kollegen dabei redete er nicht mit mir. Er wollte kein Außenseiter sein.
Dann betrat ich unser Büro. Nach einen flüchtigen Guten Morgen zu meinen Kollegen steuerte ich auf die Tür zur Chefin zu. „ Warte, nein, geh da nicht rein… Das hast selbst du nicht verdient.“, Lena hielt mich am Arm und schüttelte den Kopf. „ Sie ist schon vor uns hier gewesen… Heute hat sie echt schlechte Laune, wir mussten alle Termine absagen, sie will keinen sehen und hören. Bleib lieber hier.“ „Was ist passiert? So früh ist Chef sonst nie hier.“, fragte ich. Keiner wusste eine Antwort.
Ich atmete tief ein und klopfte an. Keine Antwort, ich klopfte nochmals an. Wieder nichts. Ich öffnete einfach die Tür und ging schnell rein. „ Ich habe nicht herein gesagt. Also gehen sie wieder raus.“, wieder saß sie in ihren Sessel mit den Rücken zu mir. „ Ich habe hier ihr Brötchen, ich lege es einfach hier auf den Tisch. Wollen sie noch ein Kaffee?“ „Bitte… gehen sie raus, sonst muss ich laut werden! Und den Kaffe können sie sich auch wohin stecken.“ Das war mal eine Ansage. Was ist jetzt los? Was ist passiert? Kannte sie etwa die Frau vom Unfall? Ich muss nachher irgendwie mit ihr sprechen. Ich drehte mich rum und sagte: „ Wenn irg…“, weiter kam ich nicht. „ RAUS!“. Ich öffnete die Tür und ging mit schnellen Schritten raus. Meine Kollegen schauten mich nur erstaunt an. Ich schaltete mein PC ein und schaute nach Terminen die heute noch anstanden, ich musste die absagen, so soll keiner mit unserer Chefin in Kontakt treten. Im Terminkalender entdeckte ich wieder eine Notiz…

16:30 Michaela

Das war ihre Freundin die sie ab und zu abholte. Sollte ich sie anrufen und ihr abraten heute mit ihr raus zugehen? Ich tat es nicht, ist ja nicht mein Privates sondern Frau Parkers. Der Tag raste mal wieder nur so an uns vorbei. Heute war so wenig zu tun das ich pünktlich Feierabend machen könnte, aber ich entschied mich zu bleiben.
Die Uhr verriet mir dass es schon 16:35 war. Mensch sie kommt später? Das macht sie sonst nie. Was ist mit Michaela los?... Geht es Frau Parker schon besser? Ich schau mal nach ihr. Ich wollte gerade aufstehen da öffnete sich die Bürotür von der Chefin, das erste Mal heute, doch keiner kam raus.
Ist Michaela die Frau vom Unfall?... Sie ist sonst nie zu spät gekommen. Ich stand auf und klopfte an die offene Tür: „ Darf ich reinkommen?“ Es kam keine Antwort. „ Chef? Ist alles OK? Sie sind heute so ruhig?“ Ich ging in ihr Büro, sie stand wieder am Fenster, schaute raus. Die Hände wieder krampfhaft auf die Fensterbank gestützt. „ Sind die anderen weg?“, fragte sie. „Ja, die sind schon lange weg.“, ich nahm mein Mut zusammen: „ Die Frau… ich meine den Unfall…ist es Michaela?“ Sie brach in Tränen zusammen. Oh mein Gott, es ist Michaela… nein… Scheiße.
Ich ging zu Frau Parker und setzte mich neben sie auf den Boden: „ Das tut mir Leid, ich… ich weiß nicht was ich sagen soll… Es tut mir so Leid.“ Nach beunruhigender und lang andauernder Stille sagte sie etwas: „ Sie wissen doch gar nicht wie schlimm das ist, wenn man jemand verliert der ein Alles bedeutet.“ Ich legte meine Hand auf ihre Schulter: „ Oh doch… mir hat man Alles genommen, wirklich Alles.“ Sie hob den Kopf und schaute mich an. Ihre braunen Augen waren erfüllt von Trauer und Wut. Ich schaute sie an und versuchte sie zu trösten: „ Was ist sie für sie?“ „ Entschuldige aber das ist privat… ich… sie war meine Freundin. Seit 10 Jahren kenne ich sie, wir wollten in ein paar Wochen nach Bali fliegen… nur wir zwei. Da habe ich mich schon so lange drauf gefreut. Sie war mein Halt.“ Entschuldige? Sie hat mich geduzt? Soll ich sie auch? Nein, das mache ich nicht, ich kenne sie nicht, ich habe nicht das Recht dazu. Soll ich ihr meine Geschichte erzählen? Soll ich mich ihr anvertrauen?
„ Es ist schön solch einen Menschen zu haben und umso grausamer wenn er oder sie dann gehen. Möchten sie darüber reden?“ Sie schaute mich fragend an: „ Warum? Sie sind meine Mitarbeiterin, ich bin ihr Chef. Sowas wie das hier sollte nicht passieren. Was sie jetzt wohl über mich denken? Ich muss stark sein, das gehört hier nicht hin, nicht auf Arbeit.“ Frau Parker wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und stand auf, schaute wieder aus dem Fenster. Ich stand auch auf, stellte mich neben sie: „ Seit einer Stunde ist es keine Arbeit mehr. Es ist Feierabend. Ich sagte ihnen doch bereits gestern das es auch mal gut ist einfach mal mit jemanden zu reden der nicht im privaten Umfeld vorhanden ist, eine zweite Meinung, jemand der ohne Vorurteile, ohne zu wissen wer die Person ist, einfach mal fallen lassen…. Das tut gut, das tat auch mir gut… damals.“ Ich schaute sie an, sah ihr in die Augen: „ Was ich über sie denke?... Sie sind eine wahnsinnig starke, hübsche Frau, ein Mensch mit Gefühlen, jemand den ich mag. Egal ob sie Chef sind oder nicht, ich respektiere sie, schaue zu ihnen auf. Und… ich sehe sie nicht gerne so wie jetzt.“, mit meiner Hand wischte ich ihr eine Träne aus den Gesicht „ dieses traurige Gesicht, das steht ihnen nicht.“ Da war sie, diese Stimmung, dieses Gefühl das richtige gemacht zu haben. „ Wenn sie aber nicht reden wollen, nicht mit mir, das ist kein Problem, dann gehe ich jetzt. Nehmen sie sich frei. Ruhen sie sich aus, ersticken sie sich nicht selbst in Arbeit… das würde sie nur verrückt machen, glauben sie mir.“ Ich wartete auf eine Antwort, Sekunden vergingen, nichts kam also drehte ich mich um und steuerte auf die Tür zu. „Danke.“
Ich erschrak als sie das Wort sagte, ein kalter Schauer durchfuhr mich. Ein letztes Mal drehte ich mich zu ihr und sah wie sie versuchte mir ein Lächeln zu schenken. „ Nicht dafür“, mit schüttelnden Kopf ging ich aus ihrem Büro und zog mir die Jacke an.
Auf dem Weg nach Hause setzte ich mich auf eine Parkbank, ich konnte nicht mehr, fing an zu weinen. Kathy, ich vermisse dich. Warum ist das Leben so unfair zu mir? Was habe ich gemacht? Habe ich es wirklich so verdient? Und nun das mit Michaela. Ich kenne sie ja nicht, aber sie muss eine sehr wichtige Person für Frau Parker sein. Oh man ich bin so durcheinander…
„ Guten Abend, schöne junge Frau“, ich erschrak aus meinen Gedanke heraus und schaute rechts neben mich. Da saß ein Mann, ich schätzte dass er so um die 40 sein musste. Ich musterte ihn von Oben bis Unten. „ Entschuldigen sie, aber sollte ich sie kennen?“, fragte ich verwundert. „ Nein wir kennen uns nicht. Sie sahen so traurig aus, haben geweint, da dachte ich mir schau ich mal ob ich sie etwas aufheitern kann. Traurige Menschen finde ich nicht gut, jeder hat ein Recht darauf glücklich zu sein. Ach ja, wie unverschämt von mir ich bin Dr. Oliver Schmidt. Ich gehe hier gerne spazieren. Ist so schön ruhig hier.“ Er reichte mir seine Hand. Doktor Oliver Schmidt, kenn ich nicht, und dann noch diese billige Anmache. Was mache ich jetzt nur? Ich gehe, ich stehe auf und gehe….aber wenn er mich verfolgt? Dann weiß er wo ich wohne. Sehe ich schon wieder nur das Böse im Menschen? Was ist wenn er nett ist, mich wirklich nur aufmuntern will? Ich sah zu ihn und gab ihn meine Hand: „ Dana Hardy, ohne Doktortitel.“, er fing an zu grinsen. Ich auch. „ Na das ist doch mal erfreut, ich dachte sie rennen gleich weg. Was verschlägt sie hier hin? Ich meine hier im Dunkeln auf dieser Bank. Haben sie keine Angst dass hier wer ankommt und sie verschleppt? Ich meine nicht dass sie jetzt denken ich wollte das. Nein ich bin nur ein verrückter Wissenschaftler, keine Angst ich beiße nicht, ich will mich hier nur mal wieder inspirieren lassen. Oh, sie merken bestimmt das ich oft und viel rede.“ Wieder lächelte er: „ Warum sind sie so traurig?“ Ich wusste nicht warum aber ich fühlte mich etwas besser, hatte ein gutes Gefühl bei seiner Anwesenheit also erzählte ich: „ Nun, hatte ein scheiß Tag auf Arbeit. Haben sie von den Unfall gehört?“, er nickte „Nun, das ist eine Freundin meiner Chefin. Und dementsprechend ist auf Arbeit echt Stunk. Und dann kamen noch ein paar Erinnerungen von früher hoch. Das war zu viel für heute. Ach ja mein Fahrrad ist seit ein paar Tagen kaputt, muss also immer laufen. Aber das soll ja fit halten.“ „Na das ist aber ein Tag der hoffentlich nicht so schnell wieder kommt. Mein Tag war heute auch nicht gut. Arbeite an einen Projekt und naja, habe die falsche Software installiert und dadurch 2 Millionen € Schaden angerichtet. Aber morgen ist auch ein neuer Tag und dann behebe ich den Fehler.“ Er gab mir ein Taschentuch mit dem ich meine Tränen aus dem Gesicht wischte: „ Wow, und? Jetzt sind sie gekündigt worden? An was arbeiten sie da?“ Er fing an zu lächeln: „ Ich kann mich selber nicht kündigen, ich entwickel gerade eine, hm, einfach gesagt, eine zweite Realität, ist ein Computerspiel. Aber auf einer völlig neuen Ebene. Man sitzt nicht nur stur auf den Stuhl vorm PC. Nein man loggt sich ein, mit einen Interface, also ein Helm und dann taucht man ein in eine andere Welt. Man kann sie sich gestalten wie man will. Man erstellt einen eigenen Charakter und lebt mit diesen da. Bis man sich ausloggt.“ Ich fuhr ihn in sein Wort: „ Sowas gibt es doch schon, seit Jahren, also das mit der zweiten Welt, ich habe das Spiel auch gespielt. Vor lauter Verzweiflung.“ „ Ja, das stimmt aber nicht so wie ich es entwickel. Bei dem Spiel was sie meinen sitzen sie vorm PC, sehen alles was im Raum ist. Bei meiner Erfindung tauchen sie völlig ein in diese Welt.“ Euphorisch berichtete er über seine Erfindung. Völlig eindringen in eine andere Welt? Ein neuer Mensch. Klingt mal nach einen interessanten Spiel. „ Und es kann mal eine völlig andere Ablenkung sein wenn man mal einen schlechten Tag hatte. Ich selber sitze auch 4 Stunden täglich online im Spiel. Bin da ein anderer Mensch. Habe mir ein Millionär gebaut, nie mehr arbeiten, den ganzen Tag nur Genießen. Ausschlafen, schön frühstücken und vor allem mit anderen Menschen zusammensitzen. Leute die ich im richtigen Leben nie treffen würde… Wissen sie was? Ich gebe ihnen mal meine Karte, rufen sie an oder besuchen sie mich mal, dann zeige ich ihnen mein Spiel. Ganz exklusiv. Dann können sie gerne auch mal ein Charakter erstellen. Mal ausprobieren, natürlich nur wenn sie wollen. Hier meine Karte.“ Ich nahm die Karte in die Hand, schaute darauf: „ Danke, ich werde bestimmt mal bei ihnen vorbei schauen. So ich muss jetzt auch weiter. Habe noch einen strammen Marsch bis nach Hause vor mir.“ Wir verabschiedeten uns und gingen getrennte Wege.

Die Nacht konnte ich nicht schlafen, tausende Gedanken verfolgten mich, mein Kopf brannte.
Was wäre wenn ich in diesem Spiel erfolgreich wäre, wenn ich endlich anerkannt werde. Ein Auto habe, ein Fahrrad was nie kaputt geht. Einen Menschen an meiner Seite. Offenbar bin ich ja unfähig im realen Leben Anschluss zu finden… Und dann Diane… jetzt denke ich sogar noch über den Vornamen meiner Chefin nach… Man ich muss schlafen, muss doch wieder früh raus. Ich bin gespannt wie sie morgen drauf ist. Sie tut mir so Leid. Irgendwie muss ich dann doch geschlafen haben, sogar verschlafen, das ist mir in den 3 Jahren die ich da arbeite noch nie passiert. Ich zog mich schnell an, rannte los, auf halbem Wege blieb ich stehen. Ich starrte auf eine Frau. Kathy? Nein, bist du es wirklich? Katherine, das kann nicht sein, du bist gestorben… in meinen Armen. Ich konnte mich nicht bewegen, schaute immer noch auf die Frau, sie sah ihr so ähnlich, vom Weiten aus. Ich kniete mich hin, war völlig fertig, schaute auf die Straße. Wollte nicht das wenn ich wieder hochblicke sie wieder weg ist. Nein, nein das kann nicht sein… Mein Kopf spielt wieder verrückt, ich will das nicht…Hilfe!
Ich weinte, die Zeit schien still zu stehen. Langsam hob ich meinen Kopf, nur noch einmal will ich dich sehen, nur noch einmal liebe Kathy. Was ich dann sah… Nichts, keiner da, doch nur ein Hirngespinst? Ich blickte nach links, die Bank, da war die Bank auf der ich gestern schon saß. Ich setze mich auf sie. Mein Handy klingelte, ich ignorierte es. Was ist los mit mir? Warum passierte das was passierte? Warum geht mir der Tod von Michaela so nahe? Warum sehe ich dich Kathy… was willst du mir sagen? Passt du auf? Passt du auf Michaela auf? Verbindest du mich dadurch mit Diane?

Es fing an zu regnen. Mein Kopf hebte sich und ich starrte in den Himmel und bemerkte das ich auf Arbeit muss, ich immer noch hier sitze. Ein Regenschirm schob sich zwischen mir und den Himmel. Ich blickte zu der Person die ihn hielt und hoffte es wäre Kathy. Ich wurde enttäuscht von meiner Hoffnung, war aber glücklich darüber wen ich sah. „ Hier bist du… wir machen uns Sorgen um dich. Komm mit zu meinem Auto, raus aus den Regen.“ Verweint schaute ich in die Augen meiner Chefin.
Sie duzt mich…sie machen sich Sorgen? Ich liebe den Regen, er ist so sanft und so bestrafend zugleich, ich will hier bleiben. Ich schüttelte den Kopf: „ Ich kann nicht, ich will hier bleiben, im Regen, da fallen meine Tränen nicht so auf… Ich…“ Ihre Hand nahm meine und sie setzte sich, legte den Regenschirm zur Seite und schaute geradeaus. „Michaela hat den Regen auch immer geliebt…sie hielt ihn für so natürlich, so sanft… Ich vermisse sie… ich weiß von dir und…ich meine was passiert ist… Max erzählte es mir, nachdem ich erzählt habe warum ich so schlecht drauf war, er macht sich Sorgen um dich, hat mir alles erzählt was er wusste…Es tut mir Leid.“ „ Er kennt noch nicht einmal die halbe Geschichte“, ich schaute sie an, ich musste es ihr erzählen. Ich holte gerade tief Luft um anzufangen. „ Nicht jetzt, nicht hier, lass uns fahren, an einem Ort wo uns keiner stört“, sie stand auf Blickte mich mit einen Lächeln an und zeigte auf ihr Auto. „ Aber die Arbeit, ich muss arbeiten.“ „ Nein, es muss keiner arbeiten, ich habe das Büro für diese Woche geschlossen. Nächste Woche geht es erst weiter. Komm, raus aus den Regen. Ich spendiere auch einen warmen Kakao.“ Woher wusste sie das ich Kakao mag? Sie hätte genauso gut Kaffee sagen können. Wo ist da der Zusammenhang? Wo will sie hin? Ich stand auf, habe mich überreden lassen mitzufahren. Im Auto war eine Stille die mich fast zu erdrücken schien. Mir ging Kathy nicht aus den Kopf. „ Hier sind wir“, unterbrach mich meine Chefin. Ich schaute aus den Fenster, wo waren wir hier? Diesen Ort kenne ich nicht. Mitten im Wald stand ein Haus, eine Blockhütte. Wir gingen rein. Ich war überwältigt vom Haus. Es roch nach Natur, nach Holz, Seeluft. Frau Parker ging zu einem Kamin und machte Feuer: „ Setz dich ruhig. Oh Entschuldigung, darf ich überhaupt Du sagen? Ich habe nicht gefragt.“ Ein verkrampftes Lächeln und ein Nicken meinerseits erlaubte es ihr. „ Das ist meine Ferienhütte, ich bin gerne hier. Schau aus dem Fenster da drüben.“ Sie wies auf das Fenster auf der rechten Seite. Ich war völlig überrascht, ein See, ein unverbauter Blick auf einen See. Und dazu eine schöne Terrasse. Wow, was für ein Ausblick. Es ist schön hier. Was hat sie vor? Warum ich und warum hier? „ Warum zeigen sie mir das hier? Warum ich?“ Sie hielt kurz inne und fing an: „Nun, Michaela mochte dich, sie hat irgendwas in dir gesehen, etwas was sie begeisterte, sie kam nicht zu mir, also ich meine wir treffen uns oft, aber sie hatte dich einmal gesehen und dann wollte sie mich immer von der Arbeit abholen. In der Hoffnung das du da wärst und sie etwas Zeit mit dir verbringen könnte. Ich glaube sie mochte dich richtig.“ Diane Parker ging in die Küche und brachte Milch zum kochen. „ Sie war die Frau meines Bruders. Er starb vor 7 Jahren an einem Krebsleiden. Ich habe ihm versprochen mich gut um Michaela zu kümmern. Sie führte ihr eigenes Leben. Hat die Seite gewechselt. War echt immer toll mit ihr, besonders wenn wir dann mal feiern waren. Sie hatte scheinbar eine gute Aura, die Mädels flogen nur so auf sie.“ Ich suchte in der Küche nach Tassen, fand sie auch und stellte sie auf den Tresen. „ Und warum ich? Ich meine warum erzählen sie mir das? Warum nicht Lena, oder Max, oder jemand anderen?“ „Du warst es die mir sagte ich sollte mal mit jemand reden. Du warst die einzige die sich getraut hat auch bei schlechter Laune in mein Büro zu kommen, du hast nach mir geschaut, dich gefragt ob alles OK ist, Du hast es bemerkt wenn etwas nicht stimmte. Nun will ich dir auch so ein Redepartner sein… Max erzählte mir wovor du Angst hast, was du willst und wie du bist. Schade das er dich als Kumpel sieht und nicht als seine Freundin. Er verriet mir dass du immer den gleichen Ablauf am Tag hast, und als du heute nicht auf Arbeit gekommen bist hat er sich Sorgen gemacht. Er ist auf mich zugegangen, hat mit mir geredet, daraufhin habe ich mich ins Auto gesetzt, bin zu dir nach Hause gefahren. Da war keiner. Ich habe Max angerufen und er sagte dass dein Fahrrad kaputt sei, das du läufst. Dann bin ich den Weg entlang gefahren von dem ich dachte dass du da herläufst. Nun und so habe ich dich gefunden. Als du da auf der Bank saßest, so traurig, war für mich klar das ich deine Geschichte hören will… Du sagtest das man die Alles genommen hätte, was ist passiert?“ Wir setzten uns auf das Sofa und ich fing an: „ Vor 15 Jahren, auf einen Familientreffen. Wir waren Alle da, die ganze Familie, meine Tanten, Onkel, Cousinen und Oma und Opa. 23 Mann waren wir. Haben extra eine Halle gemietet um vernünftig feiern zu können. Es war so schön. Wir hatten Spaß. Dann war da die Explosion“, ich legte meinen Kopf in den Nacken, schaute zur Decke, „ ich habe überlebt… Nur ich. Mit Zwölf Jahren Waise werden ist nicht toll, besonders wenn es keinen anderen aus der Familie gibt der mit einen trauert. Dann war da meine Pflegefamilie. Die Zeit bei denen war viel schlimmer als der Tod meiner Familie.“ Ich neigte meinen Kopf wieder nach vorne und nahm mir die Tasse Kakao. Ich schaute auf den Kakao, eine Träne tropfte hinein. Meine Chefin schaute mich entsetzt an. „ Der beste Freund meines Pflegevaters… Arno, der hat mich… An einem warmen Sommerabend war er da, hatte mit Rainer, mein Pflegevater, ein Bierchen getrunken. Ich war in meinen Zimmer. Lag noch wach da. Dann klopfte es, Schläfst du schon Prinzesschen?, den Satz werde ich nie vergessen. Ich antwortete ihn kurz und frech dass er hier nichts zu suchen hatte, er solle gehen. Das tat er.“ Die nächste Träne tropfte in den Kakao. Frau Parker reichte mir ein Taschentuch. Ich schaute sie an und nickte.
„ Danke… eine Stunde später kam er wieder… Hör mal zu du Miststück, so geht keiner mit mir um, er drückte mir das Kissen auf den Kopf… öffnete seine Hose… dann machte er es, er drang in mich ein. Ich konnte nicht schreien, war wie gelähmt. Ich habe nur den Geruch von zu viel getrunkenen Bier in der Nase. Ich wollte mich wehren, aber er hielt mich fest. Zehn Minuten später schlug er mich ins Gesicht, zog sich wieder an, nur ein Wort darüber und ich bringe dich um, ich habe geweint… Die ganze Nacht… Ich erzählte es meiner Pflegemutter, aber sie sagte nur ich solle mich nicht so anstellen, nicht sowas erfinden, wenn ich Aufmerksamkeit brauchte soll ich mir Freunde suchen… Viermal hatte er es gemacht… Dann bin ich durchgedreht, keiner hatte mir geglaubt.“ Meiner Chefin kamen die Tränen, sie zog ihre Beine hoch auf das Sofa, nah an sich heran. Sie sah klein und zerbrechlich aus. Ich fuhr fort: „ Ich war 14 Jahre. Ich habe mich nachts aus dem Haus geschlichen, ich wusste wo er wohnte. Bin zu ihm gegangen und habe ihn umgebracht. Erwürgt, aber zuvor habe ich sein Ding abgeschnitten. Seine Frau kam um ihn zu helfen, flehte mich an aufzuhören. Er habe doch ein Kind… Sie kam zu spät. Ich bin dann weggelaufen. Ich war glücklich, endlich kann der mir nichts mehr anhaben. Nie wieder. Ich bin nicht nach Hause gegangen, nie wieder, habe mich der Polizei gestellt, denen alles erzählt… Ein Arzt konnte nach ausreichender Untersuchung meine Aussage bestätigen. Ich wurde nicht verurteilt, Notwehr haben sie es genannt, ich nannte es Befreiung. Ich kam in ein Heim. Lernte da ein Mädchen kennen was auch vergewaltigt wurde. Jasmyn, Jazzy nannte ich sie. Wir gingen durch Dick und Dünn, haben echt auch mal Scheiße gebaut, haben Autos mit Matsch beworfen. Sie war wie eine Schwester für mich, habe mich ihr anvertraut…Dann kam ein Ehepaar, nahmen sie mit, wir hielten Briefkontakt. Jede Woche ein Brief. Fotos haben wir uns geschickt. Sie schrieb mir von ihrer ersten großen Liebe. Dann kam der Tag an dem ich vergeblichst auf einen Brief gewartet habe. Nie wieder habe ich einen Brief erhalten. Ich habe keinen Anschluss an die Anderen im Heim gefunden, war völlig auf mich allein gestellt. Auch die Pfleger hatten mich aufgegeben, so verschlossen wie ich sei wird nie was aus mir, ein hoffnungsloser Fall. Ich bin weggelaufen. Zweihundert Kilometer weg vom Heim. Zu Jazzy, ich wollte sie sehen. Ihre Pflegeeltern nahmen mich auf, ich durfte dort übernachten, sie erzählten mir das sie an den falschen Mann geraten ist, Drogen, Prostitution. Sie hielt es nicht mehr aus, gab sich den ‘goldenen Schuss‘. Jazzy hinterließ einen letzten Brief für mich. Ihre Pflegemutter gab ihn mir. Er war schrecklich, sie öffnete mir mit diesen Brief die Augen, schilderte wie grausam die Welt sein kann, schimpfte auf die Heimleitung, das schlechte Wetter. Doch ihr letzer Satz war das Beste was ich bis dahin gelesen hatte. Nun bin ich des Engels gleich, mit Flügeln, schwebe über dich, beschütze dich, meine kleine Sista, ich liebe dich.“ Frau Parker weinte nicht nur sie schluchzte, Rotz und Wasser liefen aus ihrer Nase. Ich stellte mein Kakao hin, rückte näher zu ihr, legte meine Hand auf ihre und schaute sie an.
Ich fragte ob alles OK ist. Ob ich aufhören sollte, sie wollte weiter wissen wer ich war. „ Mit Achtzehn bin ich raus aus dem Heim, habe eine Lehre angefangen. Und da traf ich Kathy. Sie war eine Kollegin, naja so was ähnliches, wir arbeiteten für das gleiche Unternehmen aber in verschiedenen Abteilungen. Zur Mittagspause saßen wir mal am gleichen Tisch. Sie fragte mich ob ich immer so traurig sei. Ich wusste nicht was sie meinte, sie sah es mir an, beim ersten Blick sah sie mir an das ich schon ein Schicksal hinter mir hatte. Sie setzte sich fortan immer neben mich in der Pause, so kamen wir ins Gespräch. Sie hieß Katherine, sie war so eine schöne Frau. Braune lange Haare, leicht lockig. Sportlich, sie liebte es zu Kochen, Liebe geht durch den Magen sagte sie immer. Wir trafen uns dann auch mal nach der Arbeit. Sind feiern gegangen, schnell wurde sie eine gute Freundin. Sie hatte bei mir geschlafen. Dann sind wir uns näher gekommen. Und irgendwie waren wir dann ein Paar. Ich wollte nicht mit ihr schlafen, hatte ich doch so schlechte Erfahrungen gemacht. Doch sie nahm mir die Angst.“ Ich lächelte Frau Parker an, sie sah so schrecklich aus, richtig zerbrochen, eine arme Seele. Sie musste Michaela sehr gemocht haben, war sie doch die Frau ihres Bruders. „ Geht es ihnen gut?“, fragte ich sie, ich wollte sie nicht überfordern. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht, schluchzte und nickte dann: „ Ja es geht schon, es ist nur so, so emotional, ich habe über dich geurteilt ohne zu wissen was du schon alles hinter dir hast. Ich habe dich falsch behandelt. So langsam verstehe ich warum du so schüchtern, so traurig bist. Und Michaela hat es dir auch angesehen, ohne dich zu kennen, sie wollte das ich nicht mehr so streng zu dir sein soll. Ich sollte mich glücklich schätzen solch eine Mitarbeiterin zu haben, hatte sie immer gesagt. Ich habe es nicht verstanden… Bis jetzt… was ist aus Kathy geworden?“ Ich stand auf ging zum Fenster, schaute auf den See. Meine Tränen rannten über mein Gesicht, tropften auf den Holzboden und hinterließen da Flecke. Ich fühlte mich elendig. „ Vor 3 Jahren, wir waren spazieren, wollten noch kurz zur Bank, ein wenig Geld abheben. Vor der Tür kam ein maskierter Mann uns entgegen gestürmt. Er hatte eine Pistole in der Hand, prallte mit uns zusammen… Dabei löste sich ein Schuss… Kathy warf mich schützend zu Boden… Der Typ lief weg… Sie fragte mich ob ich in Ordnung sei, ich habe dann ein blöden Spruch gerissen…So ein Blödmann, schießt aus 15 Zentimeter Entfernung und trifft noch nicht einmal… ich habe sie angesehen, sie grinste.“ Diane kam zu mir, legte ihre Hand auf meine Schulter, stand hinter mir, ich konnte ihren Atem spüren, ihren Kampf mit den Gefühlen. „ Ich wollte aufstehen, aber Kathy lag auf mir, sie stand nicht auf. Ich schaute in ihre Augen und sie waren leer. Blickten mich an und doch irgendwie ins Nichts, sie stand nie wieder auf. Ich schrie, Hilfe…ich brauche Hilfe… Kathy starb an diesem Tag in meinen Armen.“ Ich konnte mich nicht mehr beherrschen, ich sank zu Boden, heulte, meine Chefin wollte mich trösten, ich zog mich zusammen, wie ein Baby, da war er wieder dieser Augenblick an dem man sich nur noch wünscht zu sterben, aufzugeben. Ich lag da und war hilflos. Wünschte mir ich wäre damals getroffen worden. Vor meinem inneren Auge sah ich Kathy, sie lächelte. Steh auf Dana, du darfst nicht aufgeben, du musst für mich weiterleben. Gib nicht auf, werde glücklich, vertraue den Menschen. Ende nicht in Selbstmitleid. Ab und zu sprach Kathy in meinen Inneren mit mir, baute mich auf.
Ich fuhr fort: „ Ich konnte nicht mehr, bin umgezogen, weg von den bekannten Orten, weg von den Erinnerungen an sie. Ich landete hier, fing an bei ihnen zu arbeiten. Aber nach der Arbeit? Da bin ich der einsamste Mensch der Welt, ich verkrieche mich in meine Wohnung, spiele Rollenspiele am PC, flüchte in eine andere Realität, baue mir in Rollenspielen meine eigene Existenz, eine Welt in der mich die Leute mögen. Anders als die Realität… Ich habe Probleme damit Anschluss zu finden, habe Angst wieder enttäuscht zu werden. So lebe ich einsam… jeden Tag.“ Ich raffte mich auf, schaute in Frau Parkers Augen: „ Ich weis nicht wieso, aber der Tod von ihrer Freundin, oder besser Schwägerin geht mir sehr nahe… Ich habe vorhin Kathy gesehen, mal wieder ein Hirngespinst von mir. Ich weis nicht wieso aber ich denke das Kathy jetzt auf Michaela aufpasst, sich um sie kümmert, seien sie nicht traurig, das Leben geht weiter…irgendwie.“ Ich fühlte mich nicht gut, bekam Fieber, das bekomme ich immer wenn ich über mein Schicksal spreche. Ich brauchte eine warme Schulter zum anlehnen, jemand der mir Geborgenheit gab. Ich sah Diane an, unsere Blicke trafen sich. Man du siehst so traurig aus, so fertig, mach nicht den Fehler den ich begangen habe. Diese Augen, Wahnsinn. „ Es…. Ich glaube….“, Frau Parker suchte nach den passenden Worten zur Situation: „ Ich fahre dich jetzt besser nach Hause. Ich brauche Zeit um nachzudenken.“ Während der Fahrt herrschte wieder Stille. Vor meiner Wohnung angekommen hielt sie an, drehte sich zu mir um. Wieder trafen sich unsere Blicke: „ Danke, danke dass du versuchst mich aufzuheitern, ich fand das gut, hm, das… das bleibt unter uns, OK? Ich meine, das tragen wir nicht mit auf Arbeit.“ Ich lächelte sie an, nickte und antwortete: „ Das sehe ich auch so… Bis Montag, auf Arbeit… sei denn sie wollen reden, sie wissen ja wo ich wohne.“ Ich stieg aus und ging in meine Wohnung. Ich schaute aus dem Küchenfenster und sah das sie noch da stand mit ihren Auto. Dann fuhr sie los.
Ich war völlig durcheinander, wollte mich hinlegen, abschalten, ich konnte nicht, also setzte ich mich vor meine PC und surfte im Internet. In einem kurzen Moment sah ich auf die Tastatur, entdeckte da im Augenwinkel eine Karte. Dr. Oliver Schmidt, soll ich ihn anrufen? Aber was sage ich dann? Soll ich wieder in eine Computerwelt versinken? Es reizt mich schon seine Erfindung mal auszuprobieren… Ich ruf ihn an, aber nicht heute, das war heute schon zu viel, ich brauche Ruhe. Ich legte mich ins Bett und schlief, erstaunlicherweise richtig gut und lange.
Neuer Tag neues Glück.
Um 10 Uhr hatte ich es erst geschafft vor die Haustür zu treten. Ich wollte Dr. Schmidt anrufen, fragen ob ich vorbei kommen konnte, da gab es nur ein Problem, mein Handy war weg. Vermutlich hatte ich es in der Blockhütte liegen gelassen. Ich ging einfach so zu ihm, an der Pforte des großen Gebäudes wies man mich ab, der Herr Schmidt hätte keine Zeit. Erwarte keinen Besuch. Ich bat um ein Telefon, habe ihn angerufen und siehe da war ich fünf Minuten später bei ihm. „ Ah, das ist aber nett das sie mich hier besuchen, ihr Name war Dana Hardy, richtig?“, er gab mir seine Hand und bat mich ihm zu folgen. „ Hier das ist es, das ist mein Interface. Warten sie ich gebe ihnen auch eins, dann können sie mit mir zusammen eintauchen in eine Welt die es so noch nicht gab.“ Er reichte mir einen Helm und ein Handschuh. „ Aber erst müssen wir für sie einen passenden Charakter kreieren. Also was möchten sie sein? Ein Mann? Eine Frau? Setzen sie den Helm auf und denken sie sich wie sie aussehen wollen. Aber es darf nicht der Realität entsprechen. Wir wollen ja Anonym bleiben.“ Mir war klar wer ich sein wollte, wie ich aussehen wollte. So entstand meine Figur, besser gesagt so entstand Kathys Figur. „ So einen Namen brauchen sie auch noch. Haben sie schon eine Vorstellung davon? Wie möchten sie heißen.“ Ich überlegte kurz. „ Sie sind die erste die das ausprobiert, ich meine neben den Mitarbeitern hier, also die erste Spielerin. Wie wäre es mit Nr.One oder NumberOne.“ Mir gefiel der Nickname und so entschied ich mich für NumbaOne. „ Gut wo wir das hätten können sie wählen zwischen Karrieremodus und free-to-play… bei der zweiten Variante bleiben sie immer auf dem gleichen Niveau. Wollen sie sich hocharbeiten, später mal was zu sagen haben, hier in der Welt dann empfehle ich den Karrieremodus… Gut, gute Wahl, ich habe auch den Karrieremodus gewählt. Na dann herzlich willkommen bei World2.“ Er zeigte mir wie man sich bewegt, wie man alles steuert, wie man den Rang hochklettern konnte.
Ich fühlte mich wohl dort. Die Stadt sah so echt aus, selbst das Sonnenlicht wärmte meinen Rücken. Es war schön, einsam durch die Straßen gehen, da stehen wo sonst tausende von Menschen stehen, wo man nie hinkommt. Ich fragte OneZero1, so hieß Dr. Schmidt online, wo hier die Menschen seien. „ Es gibt noch keine, nur sie und ich, naja und ein paar Tester.“ Er zeigte mir einen Ort mit dem ich sofort vertraut war, es war die Bank auf der wir uns das erste Mal trafen. „ Wollen wir uns setzen?“ Ich lächelte ihn an. Nahm platz auf der Bank, er setzte sich neben mich. „ Sag mal NumbaOne, warum bist du immer noch traurig? Was ist passiert? Geht es immer noch um die Frau? Ich meine die beim Verkehrsunfall.“ „ Ja, aber da ist noch was anderes. Ich verlor auch schon liebe Menschen… Nicht nur Einen. Und naja ich weis nicht ich bin so traurig das ich jemanden kenne dem dies passiert ist, die Frau, sie hatte ihr sehr viel bedeutet. Ich habe mit ihr gesprochen.“ Es ist so schön wenn man online ist, man duzt sich, ohne sich zu kennen. Kann mit Leuten sprechen, über alles, ohne sie jemals zu sehen. Es schien mir real zu sein, selbst Wolken zogen am Himmel vorüber, Vögel warfen ihren Schatten auf den Boden. Enten schwammen auf den kleinen Fluss. Man konnte sie sogar füttern, so real gemacht war es. „ Magst du sie?“ Ich erschrak: „ Was? Wieso die Frage sie ist meine Che…“ „ Halt stop, du sollst dich nicht rechtfertigen… Dies hier ist eine zweite Chance, du kannst hier alles anders machen, kannst dein eigener Chef sein… Lass die Realität draußen. Genieße dies hier.“ Er lächelte, stand auf und ging weg. Ich saß weiter auf der Bank, starrte in den Himmel. Das ist echt komisch hier, es sieht echt aus. Es fühlt sich echt an. Die Sonne geht unter. Wo soll ich jetzt hin? Habe ich hier ein Zu Hause? Das sieht aus wie real. Soll ich nach Hause gehen? Steht da auch das Haus? Nach einer halben Stunde stand ich vor meiner Wohnung, der Schlüssel in meiner Tasche passte. Aber drin sah es anders aus. Groß, Hell, modern, da stand sogar ein Fahrrad. Alles war viel freundlicher als sonst. Ich bin mal gespannt wie das hier ist wenn hier mal andere User sind. Was werde ich hier sein? Was für eine Rolle spiele ich hier. Es gefällt mir hier… Mag ich sie? Ich legte mich in mein Bett, es war so bequem. Gedanken rasten durch meinen Kopf. Mir wurde schwindelig und so entschied ich mich auszuloggen.
„ Na sind sie wieder hier? Und wie war es?“, Dr. Schmidt war sichtlich neugierig. „ Mir ist etwas schwindelig“, erzählte ich „ aber es war schön da, wann kommt das Spiel auf den Markt?“ „ Nun erst einmal zu ihnen, es ist normal das ihnen etwas schwindelig geworden ist, das ist aber nur beim ersten Mal. Dies ist eine Umstellung für das Gehirn. Sie waren auch nur 10 Minuten ingame. Die Zeit ist da beschleunigt 10 Minuten hier draußen sind 30 Minuten da drin. Also wenn sie rund um die Uhr drin sind dann schaffen sie ingame 3 Tage. Nun zu ihrer zweiten Frage. Das Spiel kommt morgen als Beta-Download-Version raus. Wenn sie jemanden kennen der die spielen will, geben sie ihm eine dieser Karten.“ Er gab mir einen Stapel Visitenkarten und eine CD. „ Mit dieser CD können sie sich ab sofort weiter einloggen, ich meine von zu Hause aus. Den Helm und den Handschuh schenke ich ihnen. Ich bin gespannt wie viele Leute morgen kommen werden.. Kleiner Tipp von mir, spielen sie nachher weiter, bauen sie sich ein Imperium, ein Geschäft auf, wenn sie bis morgen warten dann wird es schwer werden. Alle wollen schnell aufsteigen. Und wenn es tausende gleiche Ideen gibt kann sich nur einer durchsetzen.“ „ Danke für den Tipp. Ich werde gleich zu Hause anfangen.“ Wir verabschiedeten uns und ich ging heim. Zu Hause installierte ich sofort das Spiel, loggte mich ein und schaute mich ruhig in World2 um. Es war klasse, so real, ich ging durch die Straßen, irgendetwas musste ich finden womit ich hier erfolgreich sein könnte. Vor einer Litfasssäule blieb ich stehen, ich starrte sie an, dann kam mir eine Idee. Ich drehte mich um und was ich da sah war gut, es gab keine Werbung. Eine Werbeagentur, das ist es, ich eröffne eine Werbeagentur. Eine Monopolstellung, egal welches Unternehmen sich hier bildet, es brauchte Werbung.
Ich begann mir ein Gebäude zu kreieren, etwas was hier einmalig sein würde. Nachdem ich mein Konzept zu Papier gebracht hatte rief ich Dr. Schmidt an, sendete ihm die Skizzen und Pläne per Mail und er fügte das Gebäude im Spiel ein. Er übernahm es maßstabsgetreu. Es war wunderschön.
Das Gebäude war ein Quader. Alle Seiten waren aus Glas, man konnte raus schauen aber nicht rein. Als Vordachkonstruktion dienten weiße Säulen, sie reichten über die ganze Höhe, in jeder Gebäudeecke eine und noch zwei an jeder Seite. Es war ein fünfstöckiges Haus auf einem großen mit Rasen bewachsenen Grundstück. Ein Brunnen schmückte den Vorgarten. Eine lange Auffahrt mit zahlreichen Parkplätzen rundeten das Gesamtbild ab.
Der Empfangsbereich im Erdgeschoss war mit weißem Marmor verkleidet. Ein Koi-Teich schmückte diesen Raum. Der Platz für die Mitarbeiter war ein Rondell in der Mitte des Raumes, Blumen zierten die Ecken. Auf der linken Seite waren zwei Aufzüge, auf der rechten Seite entstieg eine offene Treppe empor. Hinter dem Empfangsbereich war eine kleine Lounge eingerichtet, sie war bunt, flippig dennoch nicht ausfallend. Die Bar und der Tresen waren aus Glas in der Optik eines riesigen Eisbrockens. Davor standen Hocker die mit grünem und orangenem Stoff bezogen waren. Mehrere Sitzecken mit Sofa und Sessel, mit orangenem und grünen Applikationen, vor einem Glastisch rundeten die Lounge in ein bequemen und einladenden Bereich ab. In den oberen Etagen waren dann die Büros der Mitarbeiter. Von einem zentralen Flur gingen die einzelnen Drei-Mann-Büros ab. Alle waren großräumig, hell und freundlich eingerichtet. Am Anfang und Ende des Flures waren die Fahrstühle und das Treppenhaus. Mein Büro war ganz oben, von dort aus hatte ich einen tollen Blick über die Stadt. Die ganze Etage gehörte mir, ein vollwertiges Badezimmer, eine eigene Bar und eine Relaxzone mit großem Sofa und Sessel. Auch mein eigentlicher Arbeitsplatz war gut eingerichtet, ein großer Tisch mit einem Chefsessel dahinter. Neben meinem Tisch stand ein weiterer, 3x2 Meter großer Tisch, er diente der Präsentation von Werbebannern. Dann war da noch eine Wendeltreppe, diese führte in mein privaten Bereich. Oben auf dem Glasgebäude ragte ein Würfel mit kleinen Fenstern, den ich über die Wendeltreppe erreichte. Ich kam da in ein großes Wohnzimmer. Bequeme Sessel, ausgerichtet auf eine Leinwand schmückten den Raum. Man könnte es eigentlich auch als kleines Kino bezeichnen. Neben der Leinwand gingen rechts und links nochmals Zimmer ab. Das rechte Zimmer war mein Schlafzimmer. Es war klein, man stolperte schon fast ins Bett wenn man den Raum nur betrat. Das lag wohl daran dass es keinen Fußboden gab sondern nur eine riesige, 3x3 m große, Matratze mit unzählig vielen Kissen darauf. In einer Wand war mein Kleiderschrank integriert. In diesem Raum gab es kein Wandfenster, dafür ein großes Glasdach. Auf der linken Seite der Leinwand war ein Gästezimmer. Dies war auch nur ausgestattet mit einem Bett und einem Schrank. Mehr brauchte ich nicht.
Es entsprach vollkommen meinen Vorstellungen.
Ich machte mich gleich an die Gestaltung meines ersten Plakates, es sollte schlicht werden. Ein weißer Hintergrund auf dem in schwarzer Schrift >>OHNE HARDY’S KEINE WERBUNG.
OHNE WERBUNG KEINE KUNDEN. OHNE KUNDEN KEIN ERFOLG<< stand. Die Worte Hardy’s und Werbung, im ersten Satz, schrieb ich rot. Unten drunter kamen meine Handynummer und Internetseite. Dann ging ich durch die Stadt und hing die Plakate auf. Nach getaner Arbeit loggte ich mich aus.
Draußen wurde es bereits hell. Oh, war ich wirklich so lange ingame? Es wird hell, es ist schon Freitag. Ich schaltete den PC aus und ging ins Bad, ich hatte das Bedürfnis zu baden, morgens um % Uhr. Gesagt, getan!
Anschließend putzte ich die Wohnung, nach getaner Arbeit wollte ich Max eine SMS schreiben, wollte mich bedanken das er sich Sorgen macht um mich, ihm schreiben dass alles OK ist. Da fiel mir wieder ein dass mein Handy ja weg war. Irgendwie musste ich es wieder bekommen, also entschied ich mich zur Arbeit zu laufen, von dort die Chefin anzurufen und sie zu fragen ob sie mir mein Handy vorbeibringen könnte.
Aber sie kam mir zuvor, als ich gerade meine Wohnungstür öffnen wollte stand sie vor mir. Sie grinste mich an, sah aber völlig fertig aus, es muss sie zu tiefst berührt haben das ich mich ihr anvertraut hatte und dann noch das mit Michaela. Ich sah ihr tief in die Augen, was für eine wunderschöne Frau sie doch ist, warum ist mir das nicht schon eher aufgefallen?, dann sah ich ihre Hände an, sie hielt mein Handy und eine Bäckertüte. „ Hi… ich habe hier was für dich… darf ich reinkommen“, sie hob ihren Arm und gab mir das Handy. „ Ähm, klar….kommen sie rein.“ Ich bat sie rein und zeigte auf mein Sofa, sie sollte sich da hinsetzten. Gott sei dank habe ich eben noch aufgeräumt. Die Sporthose steht ihr, sie sieht so anders aus, es gefällt mir. „ Mir ist aufgefallen dass dein Handy in meinem Auto lag und da dachte ich, ich bringe es dir vorbei…Ich habe uns auch ein paar Brötchen mitgebracht. Dachte wir könnten zusammen frühstücken.“, sie grinste mich wieder an.
20.2.13 15:32


Teil 2

Ich lächelte zurück und ging in die Kochnische, sie folgte mir: „ Du kannst auch ruhig Du sagen, meinen Vornamen kennst du ja.“ Ich nickte, holte Teller und Besteck aus einer Schublade und deckte den Tisch. „ Kann ich dir irgendwie behilflich sein?“ „ Ähm ja, du kannst aus dem Schrank neben dem Kühlschrank die Marmelade raus holen.“ Ein komisches Gefühl die eigene Chefin zu duzen. Wie sie sich wohl dann jetzt auf Arbeit mir gegenüber verhält?... Oh, schitt, nein, hoffentlich geht sie nicht an den Kühlschr… Diane Parker weckte mich aus meinen Gedanken mit einer sehr unangenehmen Frage: „ Dana? Was ist das?“ Ich drehte mich um und sie hielt genau das in der Hand was sie besser nicht gefunden hätte. Ich suchte nach einer Ausrede: „ Du warst am Kühlschrank? Wieso? Das habe ich dir nicht erlaubt… Ähm das, ja äh…. Das ist… ähm das ist ein Spielzeug… aber nur für mich… Leg das bitte wieder weg.“ Diane legte es nicht weg, sie drehte am Ende des Gegenstandes und ein leises Surren durchbrach die Stille. Jetzt muss ich das wohl erklären… Mist. Sie fing an breit zu grinsen, schaute mich an und dann das Teil: „ Ach so ein Spielzeug also.“ Ich wurde rot im Gesicht, ging zu ihr und nahm ihr das Ding weg. „Sowas kenne ich nicht, ist das neu? Ich kenne nur die klassischen Vibris… Dir muss das nicht peinlich sein… Aber warum gerade im Kühlschrank? Ich habe meine im Schlafzimmer, in meinem Nachttisch.“ Ein kribbeln zog durch meinen Körper. Irgendwie musste ich aus der Situation herauskommen. „ Das ist ein Auflegevibrator, der nennt sich Love Tongue. Ich habe ihn neu… naja und so schön kühl ist ein Erlebnis… Nun aber Schluss damit, was willst du trinken?“, versuchte ich irgendwie die Kurve zu kriegen. „ Das muss ich mir merken.“ Das war ihr einziger Kommentar dazu. Sie entschied sich für einen Tee, ich trank Kakao. Die Brötchen schmeckten super. Nach dem Frühstück setzten wir uns auf das Sofa. „ Was ist denn das?“. Fragte sie neugierig, stand auf und ging zu meinem PC. Dort angekommen nahm sie den Helm und den Handschuh in die Hand. „ Das ist ein Spiel… ist ganz neu rausgekommen. Zumindest kommt es heute raus… Das Spiel heißt World2… ist ein Simulationsspiel…Da drüben liegen ein paar Visitenkarten, nimm dir eine und ruf da an dann kannste das auch spielen.“ Sie war ganz schön neugierig, wie ein kleines Mädchen, alles anfassen alles Wissen wollen. „ Nein danke ich denke nicht das ich sowas spiele. Ich meine ich nehme mir mal so eine Karte mit, aber das ist eher nicht so meine Welt, dieses PC-Spielen. Du spielst sowas?“ Sie drehte sich zu mir um und kam wieder zu mir auf das Sofa. „ Ja ich spiele sowas. Ist mal eine nette Abwechslung zum Alltag. Das tut auch mal gut so abzuschalten. Das Spiel ist aber echt der Hammer, durch den Helm und den Handschuh denkt man nicht dass man in einem Spiel ist, sondern man denkt das dies die Realität ist.“ Sie schaute mich an: „ Darf ich dir mal eine Frage stellen?“, ich nickte, „ warum hast du kein Freund, ich meine du bist echt nett. Das verstehe ich nicht. Irgendjemand muss doch zu dir gut sein, ich meine schau dich doch mal an. Du bist hübsch, klug, auf Arbeit bist du strebsam, machst alles gut und richtig. Ich kapier das einfach nicht, ist dein Misstrauen in den Menschen wirklich so groß?“ „ Ich misstraue vielen, ja das ist richtig, aber ich habe keinen Bezug zu Männern. Die wollen doch eh nur immer das Gleiche. Poppen sich durch die Welt, zeugen Kinder und machen sich dann aus dem Staub. Nein Danke das brauche ich echt nicht.“ „ Aber nicht alle Männer sind gleich, klar ich meine du hast schlechte Erfahrungen gemacht. Aber gibst du der Männerwelt nicht doch noch eine Chance?“ Ich schaute sie fragend an. Hat sie nicht richtig zugehört? Ich habe ihr erzählt dass ich eine Beziehung mit einer Frau hatte. Ich nicht auf Männer stehe. Hat sie das echt vergessen? „ Ich stehe nicht auf Männer. Hast du das schon vergessen? Ich habe dir doch erzählt, das mit Kathy. Ich habe nicht vor die Seite zu wechseln.“ Man konnte sehen wie es Klick bei ihr machte: „ Ja genau du hast es mir erzählt, aber ich dachte vielleicht war es nur ein Ausrutscher, ich meine wenn du so enttäuscht wurdest von einem Mann und dann einfach mal was mit einer Frau probierst, ist man dann gleich lesbisch? Ich dachte das es nur ein… mir fehlt das richtige Wort…“, ich unterbrach sie: „ Ich stehe auf Frauen, bin durch und durch eine Lesbe. Ist das so schwer? Ich meine wenn ich nichts von Männern will dann ist das so, entweder du akzeptierst das oder nicht. Aber versuch mich nicht umzustimmen, da beißt du bei mir auf Granit.“ Ich schaute sie finster an. „ Ist gut, ist gut, ich wollte dich nicht beengen mit der Frage, ich meine ich wollte nur wissen was Sache ist.“ Dann schoss mir eine Frage aus dem Mund welche ich besser nicht gefragt hätte: „Und du?“, sofort wurde ich rot im Gesicht, senkte mein Kopf und stammelte ein Entschuldigung heraus. Sie stand auf: „ Am Sonntag ist die Beerdigung. Am Nordfriedhof um Elf Uhr… Ich gehe jetzt besser.“ Sie ging zur Tür, nahm sich ihre Jacke und ging. Man bist du dumm Dana. Da hast du endlich eine Person gefunden der du vertraust. Der du dich geöffnet hast und dann vermasselst du alles. Du bist so doof… Warum konnte ich nicht mein Mund halten, warum ist mir die Frage rausgerutscht? Und warum ist sie der Frage so ausgewichen? Mir kamen die Tränen. Ich saß auf meinem Sofa und weinte. Wie immer habe ich wieder alles falsch gemacht. Kathy, ich schaffe es einfach nicht wieder Anschluss zu finden… Soll ich zur Beerdigung gehen? Nach einer gefühlten Ewigkeit des Weinens entschloss ich mich Max eine SMS zu schicken, also nahm ich mein Handy. Ich schaltete die Tastensperre aus, was ich da sah machte mich stutzig. Die Fotogalerie war geöffnet, auf dem Bildschirm sah ich das Foto von Kathy. Sie hat in meinem Bildern herumgeschnüffelt. Warum macht sie das. Ich schloss die Galerie und tippte gerade die SMS ein als ich selber eine bekam. Sie war von meiner Chefin. Ich war erstaunt, beunruhigt und glücklich zu gleich, hatte ich es mir doch nicht mit ihr versaut. Ich antwortete ihr nicht, schrieb Max eine SMS und ging wieder zu meinem PC. Ich war gespannt wie viele User World2 jetzt schon hatte und loggte ein. Es war deutlich was los ingame. Fabriken, Geschäfte und Spieler schossen wie Pilze im Wald. Schon nach 4 Stunden waren 100.000 User ingame. Ich fing an nach Mitarbeitern zu suchen. Schon nach kurzer Zeit hatte ich die ersten 4 Mitarbeiter. Sie waren gut, präsentierten mir ihr Können und überzeugten. Kurz darauf kamen die ersten Aufträge. Das Geld floss in meine Taschen, mein Unternehmen war auf Anhieb so erfolgreich wie ich es mir wünschte. Ich wollte mich in der Stadt umsehen, mal schauen was so los war, da sprach mich der erste User an. „ Hi NumbaOne. Interessanter Name… Woher? Wahrscheinlich bist du die Nummer Eins im Bett, oder? Bin Hot.“ Was für Vollidioten doch rumlaufen, nennen sich 23cmxx oder geilsteil. Immer diese perversen männlichen User die auf hier nichts anderes suchen als die schnelle Nummer. Schaute ich mich um fiel sofort auf das hier viele nur auf das Eine aus waren. Ich meine wenn ich hier jemand finde den ich mag und wenn es wirklich soweit kommt wie es kommt, bin ich nicht abgeneigt, aber gleich so offensiv drauf los? Nein das musste nicht sein. Ich erkannte ein paar Date-Bistros, Dating-Agenturen. Aber mir fiel auf das es nichts für Frauen und Männer meines Schlages gab. Nicht eine Homo-Bar. Wieder eine Monopolstellung? Ich muss Dr. Schmidt kontaktieren. Ich schau mal ob er auch gerade hier ist. Ich fand ihn auf der Bank wo wir das erste Mal ingame waren. „ Hi OneZero1. Na wie geht’s dir so?“ „ Ach hi NumbaOne, danke mir geht es gut, sieht so aus als hätte ich hier genau das richtige Spiel entwickelt, so viele User, Wahnsinn, so habe ich mir das nicht vorgestellt, da muss ich doch glatt noch ein paar Expansions adden. Schau dich um, das ist klasse.“ Ich setzte mich neben ihn: „ Darf ich dich nochmals bitten für mich was zu kreieren? Ich möchte eine Bar aufmachen. Eine Bar für Homosexuelle und Lesben. Ich finde das fehlt hier, ich bin auch nicht auf den Profit aus, ich verdiene hier genug durch meine Werbeagentur. Ich habe jetzt schon eine Million verdient. Ich will nur einen Ort schaffen wo jeder gleich weis woran er ist, wo Frauen nicht von Männern angebaggert werden und wo Männer nicht von Frauen angebaggert werden.“ Er hörte mir zu, nickte an den passenden stellen, stellte ein paar Fragen und gab mir das OK. Er würde es gleich einfügen. Eine nette kleine Bar für Gleichgesinnte. Es fehlte nur noch der Name. Nach kurzem Überlegen hatte ich ihn. GLady’s. Ja das war perfekt. G für Gay und Lady’s, das war er, der Name meiner Bar. Ich wählte ein altes Fachwerkhaus als Lokation. Er loggte sich aus und nach einer Stunde wieder ein. Da war sie, er hatte sie sofort eingefügt. Zusammen gingen wir hin. In einer kleinen Seitengasse, parallel zur Haupteinkaufs-Meile. Ein kleiner Torbogen mit massiver Holztür. Darüber in pinker und blauer Leuchtschrift GLady’s. Das G war Blau, der Rest Pink. Drin erwartete einem ein gemütlicher Raum mit einer Bar, vielen Hockern davor und kleine Sitzgruppen bestehend aus runden Sofas. Eine kleine Tanzfläche durfte nicht fehlen. Sie war etwas empor gehoben, mit schwarzem Fußboden vom Rest des Bodens abgesetzt. Ein toller Kontrast zu den Sitzecken. Das Holz der Hocker war fast schwarz, ein rotes Polster überzog die Sitzfläche. Ich bedankte mich bei OneZero1, welcher sich dann verabschiedete und ging. Gut nun brauche ich ein paar Mitarbeiter. Mal schauen wer sich so anbietet. Ich entwarf ein Plakat Kaum hing das Plakat kamen auch schon die ersten Bewerber. Da war zum Beispiel GaySu, er war im richtigen Leben auch Barkeeper, hatte sich hier gleich in das Lokal verliebt, fand es klasse, zauberte ein paar Drinks und bekam den Job. Mein erster Mitarbeiter hier. Noch bevor ich den zweiten Barkeeper einstellen konnte kamen die ersten Gäste. Und nicht nur die Namen verrieten auf wen sie standen. Ein schwules Pärchen orderten ein SexOnTheBeach. Wir setzten uns zu ihnen und plauderten. Joshuar und Man2000 hießen sie. Ein komisches Pärchen, aber hey, wo die Liebe so hinfällt. Es schritt eine Dame herein. „Hi, könnt ihr mir sagen wo hier der Chef ist?“ Ich drehte mich um und vor mir stand eine wunderschöne rothaarige Frau. Sie trog eine Jeans und ein rotes T-Shirt. „Ich sitze hier.“, sagte ich zu ihr: „ Ich bin NumbaOne und du?“ Sie grinste: „ Ich bin rothaarige_sabi. Aber mal im Ernst, ich wollte mich hier bewerben als Barkeeperin, wo ist der Chef?“ Ich stand auf, ging zu ihr, man hatte sie ein Auftreten, sehr präsent, sie nahm der Bar die Show. „ Ich bin hier der Chef, mir gehört der Laden. Also du willst hier arbeiten?“ Sie wurde rot und nickte: „ Ja, entschuldige Bitte, ich dachte das war eben ein Scherz, so wie du da saßest, sah es nicht aus als gehöre dir der Laden hier.“ Ich nahm sie bei Seite: „ Nun gut dann zeig mal was du kannst. Sie bereitete mir ein FrozenWhiteChocolate zu. So einen leckeren hatte ich noch nie getrunken, wir sprachen über die Arbeitszeiten und den Verdienst, waren uns aber schnell einig. Ihre Augen hatten etwas an sich von dem ich nicht ablassen konnte, der Blick war sagenhaft. Sie wollte auch sofort anfangen. Nach 2 Stunden hatte ich dann meine Mannschaft zusammen. 3 Barkeeper und 4 Aushilfen. Alle waren super nett, wobei ich sagen musste dass ich am besten mit rothaarige_sabi auskam. Schon am ersten Abend flirteten wir, aber nicht auf Sex aus sondern einfach so. Wir liesen uns mittreiben in der Atmosphäre der Bar. Nach der ersten Nacht ingame loggte ich mich aus. Was für ein Erlebnis, das macht echt Spaß. Warum schaffe ich es da drin anerkannt zu werden und hier nicht? Was mache ich da anders? Nach einer kalten Dusche legte ich mich ins Bett. Ich dachte an rothaarige_sabi, wie sie wohl in Wirklichkeit ist. Mir wurde anders, ich wurde feucht. Holte mein Vibrator und spielte mit mir selbst. In Gedanken an das Spiel konnte ich mich nicht richtig fallen lassen. Ich hatte das Bedürfnis weiter zu spielen, also zog ich mich wieder an und setzte mich wieder an den Rechner. Ingame war die Hölle los. So viele User, das war unglaublich. Ich ging in mein Büro. Weitere drei Mitarbeiter stellte ich ein. Mein Konto platzte fast. 3 Millionen verdient. Wahnsinn. Ich hatte ein Meeting mit einem Großproduzenten, es ging um ein Plakat für eine Band. Sollte imposant werden. Nach dem Gespräch wusste ich dass ich nicht mehr selbst in der Werbeagentur gebraucht wurde, es lief gut, so verdoppelte ich das Gehalt meiner Angestellten und konnte mich wieder auf den Weg in meine Bar machen. Dort angekommen öffnete ich die Tür. Im gleichen Augenblick wollte eine Frau rausgehen. Sie trug eine Maske, nur der Mund war zu sehen. Sie bedankte sich, ging an mir vorbei und streifte dabei meinen Arm. In dieser Sekunde war es passiert, ich traf mysteriousGirl das erste Mal. Ein Kribbeln durchfuhr mich, Elektrizität in meinem Körper. Ich war geflasht. Konnte mich nicht bewegen, schaffte es aber den Kopf umzudrehen und ihr hinterher zu sehen. Ich bebte, mein Herz raste. Wer war das? Wow, was ist das für ein Gefühl, es… wow ich weiß nicht… Es ist das gleiche Gefühl wie damals bei Kathy… Ich muss hinter ihr her, aber warum kann ich mich nicht bewegen? mysteriousGirl… Der Name passt. Die fremde Frau drehte sich um und lächelte mich an. Sie blieb stehen, winkte und loggte sich aus. Völlig überwältigt ging ich rein. Drinnen erwartete mich rothaarige_sabi: „ Hi, wie siehst du denn aus? Hattest du eine Begegnung der dritten Art? Was ist los? Setz dich erste einmal.“ „ Wer war das? Diese frau? Was wollte sie hier?“ „ Was? Die Frau eben? Sie hat sich hier umgesehen, fand es hier gemütlich, hat hier einen heißen Kakao getrunken.“ Einen Kakao? Wieso Kakao? Gibt es etwa noch mehr Menschen die heißen Kakao so lieben wie ich? Kennt dieser User mich? Weis er oder sie wer ich bin? Ich setze mich an den Tresen und war in Gedanken. Nichts um mich herum bekam ich mit. Ich weiß auch nicht wie lange ich da so saß, aber rothaarige_sabi weckte mich irgendwann aus meinen Gedanken. „Hey, komm schon, die ersten Gäste sind da, jetzt wird ordentlich gefeiert. Komm du musst hier auch was machen, auch wenn es dein Laden ist. Hilf mir hier aus.“ Ich blickte mich um, sah wie voll die Bar war, schaute meine Barkeeperin an und lächelte. Joshuar und Man2000 waren auch wieder da, ihnen gefiel es hier. Schnell platzte die Bar aus allen Nähten und schon um 20 Uhr musste ich die Bar für neue Gäste schließen. Es war einfach kein Platz mehr da. Es war der zweite Tag ingame und schon boomte der Laden. Das war klasse. Ich stellte mich neben rothaarige_sabi hinter den Tresen und half ihr. Der Abend war super, wir blödelten rum. Sie gab mir einen Klapps auf den Po: „ Hop hopp, die Gäste sollen nicht warten… Auch wenn es dein Laden ist, du musst arbeiten.“ Ich grinste sie an und bediente die Gäste. Gegen 24 Uhr legte sich die Unruhe in der Bar, nur noch 20 Gäste waren da, mal kamen welche um etwas zu trinken, andere gingen. Ich verstand mich gut mit rothaarige_sabi so kam es auch dazu dass wir uns näher kamen. Wenn ich hinter ihr her ging weil ich hinter der Bar an ihr vorbei musste, stupste ich sie mit meinem Po an. Oder wenn sie vor der Spüle stand und ich auch mal kurz den Lappen brauchte, dann stellte ich mich nah hinter sie und griff ihr unter den Armen durch. Erst vorsichtig, wollte ich doch nur wissen wie sie darauf reagierte, dann wurde ich forscher, streifte auch mal ihre Brust. Sie grinste mich immer nur an und revangierte sich. Der nächste Teil folgt wie immer
25.2.13 16:52


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